Wer hat die Zwillinge Nike und Jana entführt?

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sturmtatze Avatar

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Zum Inhalt:
Als die 18-jährigen Zwillinge Nike und Jana nicht wieder aus dem Moor zurückkehren, wo sie Bilder und Videos für ihren TikTok-Kanal machen wollten, ist ihr Vater in Alarmbereitschaft. Schließlich waren seine Töchter immer zuverlässig. Als auch eine private Suchtruppe die Zwillinge nicht finden kann, nimmt Kommissarin Malia Gold, die gerade erst ihre Stelle angetreten hat, die Ermittlungen auf. Als dann wenig später verstörende Bilder von Jana auftauchen, weiß Malia, ihr bleibt kaum noch Zeit. Doch je tiefer sie gräbt, desto mehr Geheimnisse und Lügen bringt sie ans Licht. Dabei hat sie das Gefühl, immer einen Schritt hinterherzuhinken. Doch die Zeit drängt. Kann es Kommissarin Malia Gold dennoch gelingen, Jana und Nike zu retten?

Meine Meinung:
Ich brauchte zwar ein wenig, um die ganzen Personen erst mal zuzuordnen, wurde dann aber regelrecht in die Geschichte gesogen. Man spürt richtig den dichten Nebel auf der Haut und sieht das Moor vor Augen, was eine unheimliche, aber auch durch den Zeitdruck dringliche Atmosphäre hervorruft. Denn man spürt richtig, wie die Zeit drängt und die Frustration von Kommissarin Malia Gold, die von den ganzen Ereignissen regelrecht überrannt wird und deswegen nicht weiß, wo ihr der Kopf steht. Hinzu kommt noch, dass jeder im Ort etwas zu verbergen hat und sein Geheimnis um jeden Preis schützen will. So gibt es einige Personen, die sich sehr verdächtig machen und von denen ich fest überzeugt war, dass sie etwas mit der Tat zu tun haben. Doch dann wurde ich im nächsten Moment durch eine unerwartete Wendung eines Besseren belehrt. So ging es mir einige Male, denn der Autor weiß es, geschickt falsche Fährten zu legen. Zumal sich selbst zumindest eines der Opfer ebenfalls mehr als verdächtig macht und ich mich deswegen zunehmend gefragt habe, ob sie mit drinsteckt oder welches Spiel sie spielt. Das alles hat die Handlung umso spannender gemacht.

Kommissarin Malia Gold ist eine kompetente Ermittlerin, die aber auch nicht fehlerfrei ist und sogar zugibt, von allem überrannt zu werden. Dies hat sie nicht nur nahbar, sondern auch authentisch gemacht. Ich mochte Malia und konnte ihre gemischten Gefühle wegen ihrer Mutter nachvollziehen. Zumal man nach und nach immer mehr darüber erfährt, wieso Malia vor fünfzehn Jahren die Flucht ergriffen hat. Man erahnt die vielen unausgesprochenen Worte, die unterdrückten Gefühle und wie kompliziert Familie sein kann. Malias private Verbindung zum Ort rückte aber nie so weit in den Vordergrund, dass sie den Fall überschattete. Denn dieser stand immer im Mittelpunkt.

Fazit:
Ein spannender Thriller, in dem wir Kommissarin Malia Gold bei ihrem ersten Fall in ihrer alten Heimat begleiten, als die beiden Zwillinge Nike und Jana im Moor verschwinden. Da es einige Verdächtige gab und ich mir selbst bei den Opfern nicht sicher war, ob sie bei der ganzen Sache nicht doch eine andere Rolle spielen, als man denkt, war für Spannung gesorgt. Außerdem weiß der Autor es geschickt, falsche Fährten zu legen, wodurch er einige meiner Vermutungen zunichte machte, was ich aber gar nicht schlimm fand. Zudem hat mir gefallen, dass Kommissarin Malia Gold nicht perfekt ist und auch Fehler zugibt. Dadurch wirkte sie nahbar und authentisch. Zudem fand ich ihre gemischten Gefühle ihrer Mutter gegenüber gut und nachvollziehbar dargestellt. Man kann die vielen unausgesprochenen Worte, die unterdrückten Gefühle und wie kompliziert Familie sein kann, erahnen.