Moosland: Eine Reise in die Einsamkeit

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nickithecat Avatar

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Die Leseprobe zu „Moosland“ von Katrin Zipse hat mich direkt in eine raue, faszinierende Welt gezogen. Mit der Ankunft von Elsa und Gerda im Island des Jahres 1949 beginnt die Geschichte still, aber unglaublich eindringlich: Wind, Meer und die karge Landschaft wirken fast wie eigene Figuren und erzeugen sofort dieses Gefühl von Abgeschiedenheit und Ausgeliefertsein.

Besonders spannend finde ich, wie viel zwischen den Zeilen passiert. Die Stimmung entsteht nicht durch große Erklärungen, sondern durch Blicke, Gesten, Geräusche und die Stille dazwischen. Dadurch wirkt die Hauptfigur verletzlich und fremd – und man spürt beim Lesen ständig eine unterschwellige Anspannung.

Auch wenn der Text keine leichte Kost ist und volle Aufmerksamkeit verlangt, ist genau das seine Stärke: Er ist emotional dicht, atmosphärisch und macht neugierig darauf, welche Geheimnisse auf den Höfen warten und welchen Weg Elsa dort gehen wird. Das Cover ist Geschmackssache – mir gefällt es, weil es gut zur besonderen Stimmung passt.