Das Schweigen im Moos...

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marcialoup Avatar

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Es ist ein ruhiger Roman, der die Geschichte Elsa's beschreibt, die als eine von vielen Frauen nach dem zweiten Weltkrieg von Deutschland nach Island schifft, um dort auf einem Bauernhof zu arbeiten.
Natürlich sind Frauen auf der Insel begehrt, da Männer in der Überzahl auf heiratsfähige Kandidatinnen hoffen. Doch Elsa führt so etwas gar nicht im Schilde...
Sie schweigt. Sie kann kein isländisch, auch englisch nicht so wie die Söhne des Bauern es hofften.
Das Schweigen Elsa's ist Merkmal des Romans, denn man kann ihn nicht gerade als dialogreich bezeichnen. Sehr wenige Worte fallen, und wenn, dann spricht die Familie natürlich isländisch untereinander. So lernt auch der Leser einige Worte isländisch. Elsa versucht klarzukommen. Naturverbunden liebt sie es, draußen zu sein. Auch hat die Autorin eine wortreiche Sprache, sodass man nicht stark auf Dialoge angewiesen ist, trotzdem hat man das Gefühl, dass sehr wenig gesprochen wird...
Dafür sind die Naturbeschreibungen fühlbar und intensiv. Das Leben zu der damaligen Zeit in einem hochnorddischen Land ist bildreich wiedergegeben.

Ich mochte das Buch stellenweise ganz gern. Elsa's Ankunft und Einleben in die Familie war nett zu lesen, aber im späteren Verlauf war ich dann irgendwie doch froh, bald die letzte Seite gelesen zu haben. Es hat mich also nicht vollends überzeugt...

Das Cover ist einfach gehalten, doch durch die verwischten Grüntöne und Pastellfarben passt es perfekt zum Titel MOOSLAND und vermittelt Weite und unberührte Natur.