Ein kaum bekanntes Kapitel der Nachkriegszeit
Mit „Moosland“ erzählt Katrin Zipse eine Geschichte, die auf einem kaum bekannten historischen Hintergrund basiert: Nach dem zweiten Weltkrieg folgten rund dreihundert junge Frauen aus Deutschland einem Aufruf der isländischen Bauernpartei, um zunächst für ein Jahr auf abgelegenen Höfen zu arbeiten.
Gerade dieser historische Aspekt hat mich sehr interessiert, weil ich bislang noch nie davon gehört hatte. Der Roman vermittelt eindrücklich, wie schwierig diese Situation gewesen sein muss: fern der Heimat, geprägt von den Erfahrungen des Krieges und ohne Sprachkenntnisse in einem fremden Land anzukommen. Diese Fremdheit und Einsamkeit sind im Roman deutlich spürbar.
Leider konnte ich mich jedoch kaum in die Protagonistin Elsa hineinversetzen. Ihr Schweigen, die für mich nich nachvollziehbaren Handlungen und ihre innere Distanz mögen bewusst gewählt sein, um ihre Traumata und Entwurzelung zu spiegeln. Und auch wenn der Erzählstil sicher ebenso diese Gefühle widerspiegeln soll, konnte ich mich überhaupt nicht damit anfreunden. Für mich waren es zu viele Leerstellen, zu viel Ungesagtes, als dass sich ein Bild ergeben hätte.
So blieb bei mir trotz des interessanten historischen Hintergrunds eine deutliche Distanz zur Geschichte. „Moosland“ ist ein atmosphärisch und bewusst ruhig erzählter Roman, doch der sehr reduzierte, zurückhaltende Stil konnte mich persönlich leider nicht erreichen.
Gerade dieser historische Aspekt hat mich sehr interessiert, weil ich bislang noch nie davon gehört hatte. Der Roman vermittelt eindrücklich, wie schwierig diese Situation gewesen sein muss: fern der Heimat, geprägt von den Erfahrungen des Krieges und ohne Sprachkenntnisse in einem fremden Land anzukommen. Diese Fremdheit und Einsamkeit sind im Roman deutlich spürbar.
Leider konnte ich mich jedoch kaum in die Protagonistin Elsa hineinversetzen. Ihr Schweigen, die für mich nich nachvollziehbaren Handlungen und ihre innere Distanz mögen bewusst gewählt sein, um ihre Traumata und Entwurzelung zu spiegeln. Und auch wenn der Erzählstil sicher ebenso diese Gefühle widerspiegeln soll, konnte ich mich überhaupt nicht damit anfreunden. Für mich waren es zu viele Leerstellen, zu viel Ungesagtes, als dass sich ein Bild ergeben hätte.
So blieb bei mir trotz des interessanten historischen Hintergrunds eine deutliche Distanz zur Geschichte. „Moosland“ ist ein atmosphärisch und bewusst ruhig erzählter Roman, doch der sehr reduzierte, zurückhaltende Stil konnte mich persönlich leider nicht erreichen.