Emotional stark

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anni1825 Avatar

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Moosland ist für mich ein sehr ruhiger Roman, der sich jedoch mit deiner Intensität laut durchsetzt. 300 junge Frauen treffen nach dem Krieg in einem kleinen Ort in Island. Die Nachwirkungen des Krieges sind deutlich zu spüren, aber hier steht noch mehr im Vordergrund - das Fremdsein. Barrieren mit der Sprache, andere Lebensweisheiten, fehlende bekannte Menschen lassen die Frauen - hier im Fokus Elsa - Unsicher und in sich zurückgezogen fühlen. Die Autorin schafft es, diese Gefühle in die Sätze zu verweben, jedoch auch zwischen den Zeilen laut schreien. Mit ihren detaillierten Beschreibungen insbesondere der Natur hat sie mich als Leser direkt nach Island versetzt. Manchmal hätte ich Elsa gern an die Hand genommen und wäre mit ihr zu anderen Deutschen in der Nähe gegangen und hätte gesagt: „lass uns hier etwas Heimat spüren.“
Ein ruhiger Roman, der jedoch Intensiv daherkommt.