Karges Leben in einer überwältigenden Landschaft

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asc259 Avatar

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Elsa ist eine der Frauen, die 1949 dem Aufruf der Bauernpartei folgt und so auf einen Bauernhof im Norden Islands kommt. Ohne die Sprache zu verstehen und die örtlichen und familiären Gegebenheiten zu kennen lebt, sie sich schwer ein auf diesem einsamen Gehöft. Ein Jahr begleiten wir sie. Sie selbst hatte einen Verlust erlitten, von ihrem Leben davor gibt es immer wieder Erinnerungsfetzen. Auch die Tochter der Familie ist gegangen, später erfährt der Leser, was aus ihr geworden ist.
In Deutschland herrscht Hunger, hier kann sie sich satt essen, auch wenn die Gerichte für sie gewöhnungsbedürftig sind.
Elsa gibt sich keine besondere Mühe mit der Sprache, anhand eines Märchenbuches findet sie Zugang zu dem geschriebenen Wort und so nach und nach kommt sie damit klar, spricht jedoch kaum. Eines der Märchen verwebt sie mit ihren Erinnerungen, durch dieses findet sie ihren Frieden.
In den Tages- und Jahresrhythmus lebt sie sich mit der Zeit ein.
Sehr anschaulich bekomme ich als Leser einen Einblick in das einfache beschwerliche Leben, auch in die zwischenmenschlichen Beziehungen der Familie, zu der noch ein Knecht gehört. Die überwältigende Natur macht viele Unannehmlichkeiten wett.