Traumatisiert in der Ferne
Zuerst, muss ich gestehen, war ich von der Erzählform in der dritten Person und die vielen «sie» anstatt den Namen etwas verwirrt. Sie schafft eine gewisse Distanz zu der Protagonistin. Je mehr ich aber in die Geschichte eingetaucht bin, je mehr gewann diese Erzählform an Kraft.
Denn Elsa hat aufgehört zu sprechen. Zu viel hat sie gesehen im Krieg, zu traumatisiert ist sie und zu viele von ihren Lieben sind nicht mehr. Auch in Island schweigt sie. Inmitten dieser rauen Natur wo im Sommer die Tage nie enden und im Winter eine immerwährende Nacht herrscht findet Elsa aber mit der Zeit eine guttuende Routine. Allmählich findet sie sich im einfachen Leben ihrer Bauernfamilie zurecht und entdeckt, dass auch diese Familie einen Verlust verarbeiten musste.
Die gesprochenen Worte aber bleiben selten und doch findet Elsa nach und nach die Sprache wieder – nicht nur in Deutsch.
In dieser Geschichte beleuchtet die Autorin die Esja-Frauen. Deutsche Frauen die nach dem zweiten Weltkrieg einem Aufruf gefolgt sind und ein Jahr in Island als Landarbeiterinnen verbracht haben. Viele haben sich dort verheiratet und sind geblieben.
Das Buch ist sehr ruhig, wunderschön atmosphärisch, einfühlsam und sehr bildnerisch geschrieben. Obwohl oder gerade weil im Buch wenig gesprochen wird, geht das Buch, gehen die Gedanken und Gefühle von Elsa und auch der Bauernfamilie tief. Die Isländische Sprache wird wohldosiert in die Geschichte eingebunden, was ich sehr mochte. Die Protagonistin, Elsa, hat mein volles Mitgefühl geweckt, ich konnte ihren Schmerz tief in ihrer Seele spüren und litt mit dieser jungen Frau mit. Ich mag mir gar nicht ausdenken, wie sich all diese Frauen gefühlt haben müssen damals. Wer in eine tiefgehende und wundervoll empathische Geschichte über diesen Teil der Deutschen Geschichte eintauchen will, dem kann ich dieses Buch von Herzen empfehlen.
Denn Elsa hat aufgehört zu sprechen. Zu viel hat sie gesehen im Krieg, zu traumatisiert ist sie und zu viele von ihren Lieben sind nicht mehr. Auch in Island schweigt sie. Inmitten dieser rauen Natur wo im Sommer die Tage nie enden und im Winter eine immerwährende Nacht herrscht findet Elsa aber mit der Zeit eine guttuende Routine. Allmählich findet sie sich im einfachen Leben ihrer Bauernfamilie zurecht und entdeckt, dass auch diese Familie einen Verlust verarbeiten musste.
Die gesprochenen Worte aber bleiben selten und doch findet Elsa nach und nach die Sprache wieder – nicht nur in Deutsch.
In dieser Geschichte beleuchtet die Autorin die Esja-Frauen. Deutsche Frauen die nach dem zweiten Weltkrieg einem Aufruf gefolgt sind und ein Jahr in Island als Landarbeiterinnen verbracht haben. Viele haben sich dort verheiratet und sind geblieben.
Das Buch ist sehr ruhig, wunderschön atmosphärisch, einfühlsam und sehr bildnerisch geschrieben. Obwohl oder gerade weil im Buch wenig gesprochen wird, geht das Buch, gehen die Gedanken und Gefühle von Elsa und auch der Bauernfamilie tief. Die Isländische Sprache wird wohldosiert in die Geschichte eingebunden, was ich sehr mochte. Die Protagonistin, Elsa, hat mein volles Mitgefühl geweckt, ich konnte ihren Schmerz tief in ihrer Seele spüren und litt mit dieser jungen Frau mit. Ich mag mir gar nicht ausdenken, wie sich all diese Frauen gefühlt haben müssen damals. Wer in eine tiefgehende und wundervoll empathische Geschichte über diesen Teil der Deutschen Geschichte eintauchen will, dem kann ich dieses Buch von Herzen empfehlen.