Verloren in der endlosen Einöde
Elsa ist eine jener Frauen, die 1949 nach Island reisen, um dort auf den teils einsam gelegenen Höfen zu arbeiten. Doch die Einsamkeit ist nichts Neues für sie, die bringt sie bereits in ihrem Herzen mit. Und so ist es kein Wunder, dass die Sprachlosigkeit auf dem Hof tiefer reicht als die reine Sprachbarriere:
„…, und wenn sie eine gemeinsame Sprache hätten, würde die Frau sie danach fragen, sie aber würde nichts sagen.“
Ganz ruhig kommt diese Erzählung daher, verliert sich in Empfindungen und Assoziationen und verlegt die Handlung damit ins Innere. Die Heldin, von der wir in der dritten Person erfahren, bleibt uns beim Lesen auf Distanz, und kaum anschaulicher hätte man damit verdeutlichen können, wie abgekapselt sie von der Welt um sie herum bleibt.
Die historischen Hintergründe und Zusammenhänge ergeben sich tatsächlich erst aus dem Nachwort der Autorin, aber dieses Gefühl der Einsamkeit und des Nichtverstehens atmet aus jedem Satz des Romans. Ganz hervorragend fand ich den Einfall, die isländischen Namen und Bezeichnungen anfangs erst in Lautschrift wiederzugeben. Dadurch werden die babylonische Sprachverwirrung und Elsas Verlorenheit perfekt abgebildet (und ganz nebenbei lernt man auch die korrekte Aussprache). Über diese Schilderung der Bedeutung der Sprache transportiert der Roman mehr Gefühle als Worte sie ausdrücken könnten.
Eine berührende Geschichte, die mir unter die Haut ging. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
„…, und wenn sie eine gemeinsame Sprache hätten, würde die Frau sie danach fragen, sie aber würde nichts sagen.“
Ganz ruhig kommt diese Erzählung daher, verliert sich in Empfindungen und Assoziationen und verlegt die Handlung damit ins Innere. Die Heldin, von der wir in der dritten Person erfahren, bleibt uns beim Lesen auf Distanz, und kaum anschaulicher hätte man damit verdeutlichen können, wie abgekapselt sie von der Welt um sie herum bleibt.
Die historischen Hintergründe und Zusammenhänge ergeben sich tatsächlich erst aus dem Nachwort der Autorin, aber dieses Gefühl der Einsamkeit und des Nichtverstehens atmet aus jedem Satz des Romans. Ganz hervorragend fand ich den Einfall, die isländischen Namen und Bezeichnungen anfangs erst in Lautschrift wiederzugeben. Dadurch werden die babylonische Sprachverwirrung und Elsas Verlorenheit perfekt abgebildet (und ganz nebenbei lernt man auch die korrekte Aussprache). Über diese Schilderung der Bedeutung der Sprache transportiert der Roman mehr Gefühle als Worte sie ausdrücken könnten.
Eine berührende Geschichte, die mir unter die Haut ging. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.