Was noch trägt

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In "Moosland" lernen wir die junge Elsa kennen, die als eine von vielen Frauen Deutschland nach den Krieg verlassen hat um in der Isländischen Ferne auf einem Bauernhof Arbeit und Auskommen zu finden.

Elsa steht stellvertretend für eines von vielen Schicksalen so vieler junger Frauen. Das was mich überrascht hat, ist Elsas Geschichte. Ihre persönliche Vergangenheit, das, was diese mit ihr im tiefsten Inneren gemacht hat sowie ihre Zukunft(smöglichkeiten). Ich muss gestehen, Elsa hat mich hier überrascht. Von der Beschreibung und meinem ersten Eindruck her hätte ich eine Entwicklung ihres Weges erwartet, die eher dem gleicht, den Gerda (ein Nebencharakter) gegangen ist. Doch Elsa ist anders. Und das spürt man mit jeder Seite.
Zwischen Elsa und ihrer Gastfamilie herrscht eine Distanz, zwischen Elsa und der Welt herrscht eine Distanz. Und das, was bei anderen wie Hoffnung auf ein besseres Leben scheint wirkt mir bei Elsa eher wie ein "diejenige sein, die noch da ist". Man fühlt die Tiefe Wunde, die sie immer wieder von ihren Mitmenschen trennt. Dies wirkt sich auf die Wahrnehmung aller Szenen aus. Das Geschehen am Hofe, und mag es auch noch so ergreifend oder bewegend sein, bleibt kühl, beobachtend, fern.
Diese Ferne finde ich grandios geschrieben, nur leider ist es so gar nicht mein Geschmack.