Wer Island kennt, wird dieses Buch lieben
Das Cover erinnert mich an meinen Aufenthalt in Island. Das viele Grün, so habe ich es in Erinnerung. Neben der eigentlichen Geschichte ist es der Autorin sehr gut gelungen, die Natur, die Wetterbedingungen, das Meer, die Fjorde und die Menschen von damals um 1949 zu beschreiben. In dieser Zeit kamen etwa 300 junge Mädchen aus Deutschland in Island an, um auf den verstreut liegenden Bauernhöfen auszuhelfen. Dabei ist auch Elsa, schüchtern und schweigsam. Was soll sie auch reden, sie ist ja der Sprache nicht mächtig. Auch die Arbeit ist sie nicht gewohnt, sie muß bei allem helfen, was auf dem Bauernhof anfällt. Die Landwirtschaft, die Tiere und den Haushalt. Nur langsam gewöhnt sie sich an das Familienleben, Der Bauer und seine Frau sowie deren zwei Söhne. Elsa ist einsam und stiehlt sich oft heimlich davon. Wie schwer muß es für diese Frauen gewesen sein, so weit entfernt von der Heimat bei fremden Menschen unterzukommen. Die Autorin hat dies alles so eindringlich und gefühlvoll beschrieben. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, und ich empfehle es gerne weiter.