humorvoller Krimi

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Statt endlich die Karriereleiter hochzuklettern, raus aus der Sparte für seichten Journalismus hin zum knallharten Investigativ Journalismus, wird Melody Moss nicht befördert, sondern gefeuert unter der fadenscheinigen Begründung sie hätte die Kaffeekasse geplündert. Völlig geschockt von diesem Ereignis erreicht sie am selben Tag auch noch die Nachricht, dass ihre Tante, die in Schottland lebt, plötzlich verstorben ist und Melody als Alleinerbin eingesetzt hat. Dabei hatten beide seit Jahren keinen Kontakt. In der Hoffnung, dass ihre Tante ihr ein wenig Geld hinterlassen hat, um die nächsten Monate in London ohne Job zu überstehen, macht sie sich auf den Weg nach Seagull Bay um den Nachlass entgegenzunehmen.

Um es vorneweg zu sagen, es ist eine sehr leichte Krimikost, die sich durch wenig Spannung auszeichnet und trotzdem für mich ein Lesevergnügen darstellte. Das liegt an dem angenehmen und sehr humorvollen Schreibstil der Autorin, die die schottische Landschaft sehr eindrücklich beschreibt und die Eigentümlichkeiten der Dorfbevölkerung gut abbildet.
Ihre Protagonistin wächst einem im Laufe der Geschichte ans Herz, ihre Zerrissenheit zwischen ihrem einstigen Traumjob und jetziger ungewollten Aufgabe einen Hotelbetrieb leiten zu müssen ist sehr nachvollziehbar beschrieben.
Es ist wirklich ein sommerlicher krimispaß ohne viel Tiefgang, dafür mit Witz und Esprit.