I love Cheddar
Melody arbeitet als Journalistin in London. Sie glaubt fest daran, dass sie mit ihrem aktuellen Artikel den ersehnten Karrieresprung schaffen wird. Doch es kommt anders als erwartet, sie wird unter einem fadenscheinigen Vorwand gefeuert. Jetzt steht sie vor dem Nichts und weiß nicht, wovon sie ihre Miete zahlen soll. Da kommt ihr das Erbe einer Verwandten, die sie kaum kannte, wie gerufen. Also reist sie nach Schottland. Die Hinterlassenschaft von Tante Mabel entpuppt sich als luxuriöse Bed & Breakfast-Pension samt einer stattlichen Geldsumme und der Bulldogge Cheddar. Melody beschließt, ein paar Wochen in Seagull Bay zu bleiben. Um sich das Erbe zu sichern, aber auch um Antworten auf einige Fragen zu finden. Ihre unstillbare Neugier bringt sie bald in verzwickte Situationen.
Anne Gordon nimmt uns in „Mord & Breakfast“ mit nach Schottland in das charmante kleine Hotel „Coastal Inn“ in traumhafter Umgebung. Die Heldin Melody hat Glück im Unglück als ihr ein stattliches Erbe zufällt, gerade als sie durch eine üble Aktion arbeitslos wird. Doch ganz so unkompliziert wie gedacht, erweist sich die Hinterlassenschaft von Tante Mabel nicht. Schnell findet Melody heraus, dass ihre Verwandte über die Einwohner von Seagull Bay Dossiers angelegt und ihren Wohlstand zumindest teilweise durch Erpressung erworben hat. Noch schwerer wiegt Melodys Erkenntnis, dass Mabel nicht nur unbeliebt war, sondern offensichtlich ermordet wurde. Davon will der behäbige DS Johnson allerdings nichts wissen. Um dem Killer auf die Spur zu kommen, sieht Melody sich daher gezwungen, Mabels Kartei zu studieren.
Von der legendären Miss Marple wissen wir, dass ein scharfsinniger Beobachter allerhand Verbrechen in scheinbar idyllischen Dörfern entdeckt. Seagull Bay scheint in dieser Hinsicht St. Mary Mead noch in den Schatten zu stellen. Wie Melody nach und nach Antworten auf ihre Fragen bekommt und mehr Informationen findet als sie möchte, ist vergnüglich zu lesen. Anne Gordon schreibt flüssig und bildhaft. Ihre Charaktere verfügen teilweise über ein erstaunliches kriminelles Talent. Melody selbst wurde mir im Lauf der Geschichte immer sympathischer und einige ihrer Handlungen fand ich kreativ und erfrischend, vor allem ihr „Geschenk“ für Jonathan. Für das Problem mit Mabels Kartei findet sie kreative, aber passende Lösungen. Den anderen Charakteren fehlt es (noch?) an Tiefe, was sich in den nächsten Bänden vermutlich ändern wird.
Mich hat „Mord & Breakfast“ gut unterhalten. Das Lokalkolorit, von Haggis bis Highland Games, wird anschaulich vermittelt. Ganz zu schweigen von der atemberaubenden Landschaft. Melody findet hier unerwartet ein Zuhause und verliebt sich. Nicht alle ihre Fragen werden beantwortet, so die nach ihrem Vater. Allerdings finde ich, dass es dem vergnüglichen Wohlfühl-Krimi leider etwas an Spannung fehlt. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass ein Cosy Crime mit wenig Gewalt auskommen sollte. Das ist hier gut umgesetzt. Aber es mangelt der Geschichte an gefährlichen Situationen, die letztlich die Würze jeden Krimis ausmachen. Trotzdem werde ich dem angekündigten zweiten Band eine Chance geben. Schon wegen Cheddar, der liebenswerten kleinen Bulldogge, die nicht nur Melody, demente, alte Ladys und trotzige Teenager bezaubert hat, sondern auch mich.
Anne Gordon nimmt uns in „Mord & Breakfast“ mit nach Schottland in das charmante kleine Hotel „Coastal Inn“ in traumhafter Umgebung. Die Heldin Melody hat Glück im Unglück als ihr ein stattliches Erbe zufällt, gerade als sie durch eine üble Aktion arbeitslos wird. Doch ganz so unkompliziert wie gedacht, erweist sich die Hinterlassenschaft von Tante Mabel nicht. Schnell findet Melody heraus, dass ihre Verwandte über die Einwohner von Seagull Bay Dossiers angelegt und ihren Wohlstand zumindest teilweise durch Erpressung erworben hat. Noch schwerer wiegt Melodys Erkenntnis, dass Mabel nicht nur unbeliebt war, sondern offensichtlich ermordet wurde. Davon will der behäbige DS Johnson allerdings nichts wissen. Um dem Killer auf die Spur zu kommen, sieht Melody sich daher gezwungen, Mabels Kartei zu studieren.
Von der legendären Miss Marple wissen wir, dass ein scharfsinniger Beobachter allerhand Verbrechen in scheinbar idyllischen Dörfern entdeckt. Seagull Bay scheint in dieser Hinsicht St. Mary Mead noch in den Schatten zu stellen. Wie Melody nach und nach Antworten auf ihre Fragen bekommt und mehr Informationen findet als sie möchte, ist vergnüglich zu lesen. Anne Gordon schreibt flüssig und bildhaft. Ihre Charaktere verfügen teilweise über ein erstaunliches kriminelles Talent. Melody selbst wurde mir im Lauf der Geschichte immer sympathischer und einige ihrer Handlungen fand ich kreativ und erfrischend, vor allem ihr „Geschenk“ für Jonathan. Für das Problem mit Mabels Kartei findet sie kreative, aber passende Lösungen. Den anderen Charakteren fehlt es (noch?) an Tiefe, was sich in den nächsten Bänden vermutlich ändern wird.
Mich hat „Mord & Breakfast“ gut unterhalten. Das Lokalkolorit, von Haggis bis Highland Games, wird anschaulich vermittelt. Ganz zu schweigen von der atemberaubenden Landschaft. Melody findet hier unerwartet ein Zuhause und verliebt sich. Nicht alle ihre Fragen werden beantwortet, so die nach ihrem Vater. Allerdings finde ich, dass es dem vergnüglichen Wohlfühl-Krimi leider etwas an Spannung fehlt. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass ein Cosy Crime mit wenig Gewalt auskommen sollte. Das ist hier gut umgesetzt. Aber es mangelt der Geschichte an gefährlichen Situationen, die letztlich die Würze jeden Krimis ausmachen. Trotzdem werde ich dem angekündigten zweiten Band eine Chance geben. Schon wegen Cheddar, der liebenswerten kleinen Bulldogge, die nicht nur Melody, demente, alte Ladys und trotzige Teenager bezaubert hat, sondern auch mich.