Krimi zwischen Beet und Biologie

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wortteufel Avatar

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Schon die Leseprobe zeigt, wie clever Mord im Nacktschneckenmilieu Naturbeobachtung und Krimispiel verbindet. Elke Schwarzer verwandelt den Garten in einen Tatort, an dem Fraßspuren, Schleimklumpen und zirpende Verdächtige wie handfeste Indizien behandelt werden. Das ist witzig, überraschend lehrreich und erstaunlich spannend. Der Ton ist locker, voller augenzwinkernder Metaphern und gleichzeitig fundiert: Hinter Humor und Krimiästhetik steckt solides biologisches Wissen. Besonders gelungen ist die klare Struktur der „Fälle“ mit Tatort, Zeugen, Indizien und Täterprofil – man liest nicht nur, man ermittelt mit. Die Leseprobe macht sofort Lust, im eigenen Garten genauer hinzuschauen und alltägliche Naturphänomene neu zu deuten. Ein Sachbuch, das unterhält, ohne banal zu werden, und Wissen vermittelt, ohne belehrend zu wirken