Mafiöse Strukturen im eigenen Garten
Elke Schwarzer erbringt die ultimativ unschlagbaren Beweise. Nicht die Literatur, nicht Hollywood, nein, das Leben schreibt die spannendsten Krimis und Thriller. Und sie geschehen gleich in unserem Garten, ob bei Tag oder Nacht. Sie greift 20 Fälle auf, aus dem Tier- und Pflanzenreich, baut sie wie Fallakte auf, mit Tatort, Indizien, Zeugenvernehmungen, Verdächtigen und schließlich Lösung des Falls. Unterhaltsam, spannend und mit einem fantastischen Blick fürs Detail führt uns Schwarzer an die Fälle ran. Das Schöne: Sie erklärt auch, wie es zu der “Tat” kommt, beschreibt den Täter und seine Motivation - meistens Heißhunger - und damit nicht genug, sie erklärt uns, wie wir selbst “Beihilfe zur Tat” leisten können. Ob Käfer, Fliegen, Vögel (da sind anscheinend manche Meisenarten besonders kriminell zu Wege), Waschbären, Mäuse, Pflanzen, Kröten, Ameisen, Läuse, und ja, sogar der Mensch werden da als Übeltäter entlarvt.
Jedes Kapitel hat einen humorvollen Titel, wie “Krawall im Kräuterbeet”, "Schlankheitskur für die Fette Henne”, “Der apokalyptische Schneckenreiter” oder mein FAvorit “Summ mir das Lied vom Tod”. Diese Titel erhöhen die Neugier der Lesenden auf den Mordanschlag oder Raub, oder erinnern uns an manche unserer eigenen Laster: “Nächtliche Heißhunger-Attacken”. Wer kann da diesem Buch widerstehen?
Die Aufnahmen sind wunderschön und exakt, so dass wir Sympathie für die Täter entwickeln können. OK, ich tue mich schwer, eine Kröte als sympathisch zu empfinden, aber wie Elke Schwarzer zeigt, hat auch sie ihre Daseinsberechtigung.
Ich oute mich: ich bin eine von jenen, die Blattläuse vernichten. Vor allem, wenn ich Holunderblütendolden für Sirup pflücken will. Oder Nacktschnecken aus dem Salatbeet entfernt und sie den Hühnern hinwirft! Aber dieses Buch eröffnet neue Perspektiven. Fällt mir zwar schwer, an ihre Existenzberechtigung zu glauben, aber “Im Zweifel für den Angeklagten” (Nur bitte nicht auf meiner Holunderblütendolde). Immerhin, so weit war ich schon vor diesem spannenden Buch: Ich entferne keine Raupen mehr von Brennnesseln, denn daraus werden die wunderschönen Tagpfauenaugen, Kleiner Fuchs oder Admiral, Schmetterlinge, die in den letzten Jahren leider Seltenheitswert haben.
Der Ulmer Verlag hat einen Meistergriff mit diesem Buch getan.
Jedes Kapitel hat einen humorvollen Titel, wie “Krawall im Kräuterbeet”, "Schlankheitskur für die Fette Henne”, “Der apokalyptische Schneckenreiter” oder mein FAvorit “Summ mir das Lied vom Tod”. Diese Titel erhöhen die Neugier der Lesenden auf den Mordanschlag oder Raub, oder erinnern uns an manche unserer eigenen Laster: “Nächtliche Heißhunger-Attacken”. Wer kann da diesem Buch widerstehen?
Die Aufnahmen sind wunderschön und exakt, so dass wir Sympathie für die Täter entwickeln können. OK, ich tue mich schwer, eine Kröte als sympathisch zu empfinden, aber wie Elke Schwarzer zeigt, hat auch sie ihre Daseinsberechtigung.
Ich oute mich: ich bin eine von jenen, die Blattläuse vernichten. Vor allem, wenn ich Holunderblütendolden für Sirup pflücken will. Oder Nacktschnecken aus dem Salatbeet entfernt und sie den Hühnern hinwirft! Aber dieses Buch eröffnet neue Perspektiven. Fällt mir zwar schwer, an ihre Existenzberechtigung zu glauben, aber “Im Zweifel für den Angeklagten” (Nur bitte nicht auf meiner Holunderblütendolde). Immerhin, so weit war ich schon vor diesem spannenden Buch: Ich entferne keine Raupen mehr von Brennnesseln, denn daraus werden die wunderschönen Tagpfauenaugen, Kleiner Fuchs oder Admiral, Schmetterlinge, die in den letzten Jahren leider Seltenheitswert haben.
Der Ulmer Verlag hat einen Meistergriff mit diesem Buch getan.