Mord in der Buchhandlung

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flyspy Avatar

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Es handelt sich um die Neuauflage eines Romans von 1956. Das merkt man diesem Krimi auch an. An historisch anmutenden britischen Krimis bin ich interessiert und lese sie zwischendurch gerne. Und den Start in das Buch fand ich noch ganz gut, man lernt die Personen kennen. Denn es sind viele Protagonisten, die hier zusammenspielen und mit denen man erst bekannt werden muss, um nicht den Faden zu verlieren. Eine Übersicht über die handelnden Personen hätte dem Buch gutgetan.
Die Handlung ist in einem antiquarischen Buchladen angesiedelt, der von einer alteingesessenen Buchhändlerfamilie geführt wird. Johnny ist Juniorchef und Sally eine geschätzte Angestellte. Mr. Butcher dagegen ist weniger beliebt und wird ermordet an seinem Schreibtisch aufgefunden. Auch ein Geist treibt anscheinend sein Unwesen. Neben Scotland Yard ermitteln Sally und Johnny, denn es gilt Johnnys Cousin zu entlasten.
Bei allem Interesse für das Buch: es las sich etwas zäh, fast hölzern und den Mittelteil fand ich zu langatmig. Ich war schon versucht, den Krimi - dem es auch an Spannung fehlte - zur Seite zu legen. Zudem mangelt es dem Krimi an Londoner Lokalkolorit, der Schauplatz könnte irgendwo an einem beliebigen Ort angesiedelt sein. Die Auflösung wurde dann ziemlich rasch abgehandelt, die sich anbahnende Liebesbeziehung war eher wie eine Randnotiz beschrieben.
Fazit: Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.