Mordalarm am Filmset - Hugh in Gefahr

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bookworm53 Avatar

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Es war das auffällige Cover von „Mord in Notting Hill“ und die Leseprobe, die mich animierten, diesen Kriminalroman von May Wellington zu lesen.

Das 2026 erschienene Buch liest sich leicht und flott, ich habe die rund 200 Seiten fast in einem Zug gelesen. Die Handlung spielt im Jahr 1999 während der Dreharbeiten zu dem Film „Notting Hill“ mit den Hauptdarstellern Hugh Grant und Julia Roberts. Und genau diese beiden sind die Protagonisten in diesem Krimi. Ich fand diese Idee originell. Die Umsetzung hat mich aber nicht überzeugt.

Recht anschaulich sind die Beschreibungen des Treibens am Filmset. Im Speziellen ist es auch reizvoll, dass gewisse Schlüsselszenen des Films in Erinnerung gerufen werden. Erzählt wird primär aus Sicht von Hugh, der mit viel Glück diversen Anschlägen auf sein Leben entgeht. Er kann sich nicht erklären, wer ihm und aus welchem Grund nach dem Leben trachtet, nimmt das anfangs auch gar nicht ernst. Im Gegensatz zum Produzenten. Denn die unweigerlich notwendig gewordenen Sicherheitsmaßnahmen verzögern und stören nicht nur den Drehablauf, sondern stellen einen zusätzlichen Kostenfaktor dar.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen Hugh und Julia. Die gemeinsamen Filmszenen, dazwischen private Dialoge. Die polizeilichen Ermittlungen, wie Befragungen von Verdächtigen, Alibiüberprüfungen, u.dgl. spielen sich irgendwo im Hintergrund ab, sind primär durch verstärktes Security-Personal präsent. Spannungsmomente gab es, doch der Funke sprang nicht auf mich über. Ich spürte die Emotionen zu wenig. Auch nicht Hughs Ängste oder seine Betroffenheit. Immerhin gibt es auch tragische Ereignisse. Es prickelte nicht. Die Perspektivenwechsel, u.a. zur Täterseite, belebten zwar die Handlung, trotzdem wurde ich nicht mitgerissen, es fesselte mich die Handlung nicht. Die Lösung, Motiv und Täter, hat mich überrascht, empfand ich etwas an den Haaren herbeigezogen.

Für zwischenmenschliche Tiefe und Charakterisierungen mit Ecken und Kanten war auch zu wenig Raum bei 200 Seiten.

Fazit: Für mich war es eine Erinnerung an einen entzückenden Film mit Lieblingsdarstellern. Ein netter Cosy-Krimi für entspannende Stunden.