Platt
"Mord in Notting Hill" wirkt optisch sehr ansprechend und man weiß als Leserin sofort, dass es ein Krimi oder Thriller sein muss. Das Setting eines Filmsets ist wirklich interessant angelegt, und ich war vor der Lektüre sehr neugierig. Besonders der angedeutete Bezug zum M15 hatte meine Neugier geweckt. Die eingeschobenen Kapitel aus der Sicht des unbekannten Täters fand ich gerade zu Beginn auch noch richtig spannend. Allerdings hat mich der Rest des Kriminalromans dann ziemlich enttäuscht. Die Hauptfiguren, die beiden Schauspieler sowie ihre Bodyguards bleiben leider in ihrer figürlichen Gestaltung platt und besitzen kaum Tiefe. Außerdem tröpfelt die Handlung irgendwie so dahin und manche Entwicklung war für mich nicht nachvollziehbar. Der M15-Hintergrund des einen Bodyguards spielte ähnlich wie er selbst kaum eine Rolle. Das war wirklich sehr schade, da ich ihn in seinen Grundzügen als Figur wirklich spannend fand. Hier wurde leider sehr viel Potential einfach gar nicht genutzt. Die Auflösung am Ende hat dann auch für mich vorne und hinten nicht gepasst und ich habe sie auch als nicht logisch empfunden. Aber irgendwie passt das insgesamt zum Eindruck, den ich während des Lesens gewonnen habe. Viel mehr möchte ich an der Stelle gar nicht äußern, da ich mir sicher bin, dass viel Arbeit in diesem Buch steckt. Mir persönlich hat es nur einfach nicht gefallen.