Herbst, Nordsee und ein bisschen Mord

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annaquasdorf Avatar

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Schon das Cover von „Mordsbohei in der kleinen Frittenbude am Strand“ macht für mich sofort Lust auf Herbst. Kürbis, Meer, eine kleine Strandbude – eigentlich fehlt nur noch eine Decke und ein heißes Getränk. Auch die Leseprobe hat mich direkt in diese Stimmung gezogen, weil Lüttesand so gemütlich und bildhaft beschrieben wird, dass man am liebsten selbst auf die Fähre steigen würde. Gerade die Mischung aus rauem Nordseewind, bunten Inselhäuschen, Friesentorte, Herbstlaub und kleinen Geschäften finde ich total charmant. Gleichzeitig gefällt mir, dass die Geschichte trotz des Cozy-Settings direkt mit einem Todesfall und ziemlich viel Chaos startet. Der Humor ist angenehm trocken und macht die Figuren schnell sympathisch. Besonders die Dynamik zwischen Liliane und Vicky sorgt dafür, dass sich die Geschichte leicht und unterhaltsam liest. Der Schreibstil ist locker, sehr bildhaft und schafft es, sowohl die Inselatmosphäre als auch den Krimianteil miteinander zu verbinden. Für mich wirkt das wie genau die richtige Mischung aus Cozy Crime und Wohlfühlroman. Ich möchte auf jeden Fall wissen, was hinter der Leiche steckt – aber mindestens genauso sehr möchte ich einfach noch ein bisschen länger auf Lüttesand bleiben. Für mich klingt das nach einem perfekten Buch für einen verregneten Herbstnachmittag.