Leider etwas zu wenig Spannung

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sheenasolskin Avatar

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Ich hatte mir von „Mordsbohei in der kleinen Frittenbude am Strand“ eine unterhaltsame, leicht schräge Küstenkrimi-Geschichte mit viel Nordsee-Flair, Humor und einem spannenden Mordfall erhofft. Die Mischung aus Frittenbude, Kürbissen, Inselatmosphäre und Ermittlungen klang für mich zunächst nach einer kurzweiligen Herbstlektüre. Ganz überzeugen konnte mich der Roman am Ende allerdings nicht.

Die kleine Insel Lüttesand, die Frittenbude, das Boßelturnier und die vielen Kürbisse sorgen für ein besonderes Ambiente. Dadurch hatte die Geschichte durchaus ihren eigenen Charme. Auch die Idee, einen Mordfall mit einem eher ungewöhnlichen Inselsetting und einer Portion Humor zu verbinden, fand ich grundsätzlich nett.

Bei den Charakteren hatte ich allerdings teilweise Schwierigkeiten. Vicky und Liliane sind sehr unterschiedlich, was einerseits für interessante Dynamik sorgt. Während Vicky eher bodenständiger wirkt, bringt Liliane mit ihrer Vergangenheit und ihren alten Party-Mustern deutlich mehr Unruhe in die Geschichte. Diese Gegensätzlichkeit war für mich durchaus interessant, allerdings konnte ich nicht zu allen Figuren eine richtige Verbindung aufbauen.

Auch die Handlung hatte für mich etwas von Licht und Schatten. Es gibt einige nette Ideen und immer wieder kleine Momente, die mich unterhalten konnten. Gleichzeitig war mir die Geschichte an manchen Stellen zu unruhig. Der Kriminalfall selbst konnte mich leider nicht durchgehend packen. Ich hatte mir hier etwas mehr Spannung und einen stärkeren Sog gewünscht.

Der Schreibstil ist insgesamt leicht und unkompliziert zu lesen. Ich bin gut durch die Geschichte gekommen und hatte keine größeren Probleme mit dem Lesefluss. Trotzdem fehlte mir persönlich leider über weite Strecken das gewisse Etwas, das mich emotional oder spannend stärker an die Geschichte gebunden hätte.

Der Roman hatte durchaus nette Ideen, ein schönes Nordsee-Herbstsetting und einige unterhaltsame Momente. Auch die ungewöhnliche Kombination aus Frittenbude, Boßeln, Kürbissen und Mord fand ich interessant.

Fazit: Für zwischendurch war es dann am Ende auch eine nette Lektüre, letztendlich fehlte mir aber die Spannung und das gewisse Etwas, um eine höhere Bewertung zu vergeben.