Turbulenzen auf Lüttesand

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leseeinhorn Avatar

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Neben einer Leiche aufzuwachen, darauf hätte Liliane sehr gerne verzichtet. Um sich als zu unrecht bezichtigte, mögliche Hauptverdächtige zu "wappnen" geht sie zusammen mit ihrer Cousine Vicky daraufhin vorsorglich zur Anwältin. Dort sind die beiden u.a. von der Testamentseröffnung bereits bekannt, denn eigentlich waren die beiden eine Art "Zweckgemeinschaft" um durch die Eröffnung der Frittenbude an das Erbe der verstorbenen Tante zu kommen.
Das Autorenduo nimmt den Leser dann mit auf eine Reise in die Zeit vor dem Aufwachen neben der Leiche und lässt abwechselnd aus Lilianes bzw. Vickys Sicht die Geschichte erzählen. Diese Erzählung ist kurzweilig und unterhaltsam so dass ich zwischendrin schlicht vergessen hatte, dass es da ja noch eine Leiche gab. Denn neben Liebesturbulenzen und der Frittenbuden-Challenge gibt es auch noch die bunte Vielfalt an Inselbewohnern, die neben den "Neuinsulanern" Emilio und seinem Clan für Unterhaltung und Abwechslung sorgen.
Die Geschichte lässt sich zügig und sehr angenehm lesen. Es fühlt sich an wie Urlaub auf Lüttesand, das Gefühl live dabei zu sein auf dieser Insel und den jeweiligen Aktivitäten.
Vor dem Lesen der Geschichte dachte ich mir noch, das Buchcover passt m.E. v.a. durch seine Farbwahl und dieses sehr positive Feeling nicht zum Cosy-Crime, der auf der Buchrückseite kurz beschrieben ist, aber rückblickend betrachtet passt das Buchcover sehr gut zur Geschichte: warmherzig, viel Wohlfühlfeeling, Kürbismengen und diverses Variationen davon und die kleine Frittenbude, die der eigentliche Auslöser ist.
Ich kenne den Vorgängerband nicht, kam aber problemlos mit dem Einstieg in den zweiten Band zurecht.

Fazit: viel Cosy und ein bisschen Crime - tolle Herbst-Insel-Urlaubsfeeling-Geschichte