Humorvoll, skurril und überraschend spannend

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micasophie Avatar

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Mordscoach“ hat mich deutlich besser unterhalten, als ich anfangs erwartet hatte. Schon die Grundidee – eine Psychotherapeutin, die immer tiefer in eine Reihe absurder Verbrechen hineingezogen wird – klang ungewöhnlich, und genau das macht den Reiz des Buches aus. Die Geschichte verbindet schwarzen Humor mit Krimispannung und schafft dabei eine angenehm leichte, aber trotzdem fesselnde Atmosphäre.

Besonders gut gefallen hat mir die Hauptfigur Sophie. Sie wirkt nicht perfekt oder übertrieben cool, sondern angenehm menschlich. Gerade ihre inneren Gedanken und ihre oft trockenen Kommentare sorgen immer wieder für witzige Momente. Gleichzeitig konnte ich ihre Überforderung in vielen Situationen nachvollziehen, was sie sehr authentisch macht. Der Schreibstil liest sich locker und flüssig, sodass man schnell in die Handlung hineingezogen wird und immer wissen möchte, wie das nächste Chaos entsteht oder gelöst wird.

Auch die Nebenfiguren bringen viel Leben in die Geschichte und machen das Buch abwechslungsreich. Zwar erinnert die Kombination aus Achtsamkeit, Psychologie und Mord stellenweise etwas an andere bekannte Humor-Krimis, dennoch hat „Mordscoach“ für mich genug Eigenständigkeit, um positiv herauszustechen.

Ein kleiner Kritikpunkt war für mich das Ende, das ruhig noch etwas ausführlicher hätte sein dürfen. Trotzdem hatte ich beim Lesen durchgehend Spaß und wurde bestens unterhalten. Wer Krimis mit schwarzem Humor, skurrilen Situationen und sympathischen Figuren mag, sollte hier definitiv zugreifen.