Ein Debüt, das überzeugt
Wer „Most Hated Girl“ von Kirsty Lockwood liest, kann eigentlich kaum glauben, dass es sich um ein Debüt handelt. Lockwood schreibt und beschreibt Situationen und Charaktere so fesselnd, dass man praktisch an den Seiten festklebt. So zumindest ist es mir ergangen als ich das Buch in (fast) einem Rutsch durchgelesen habe.
Die Geschichte - zum Großteil aus der Perspektive von Odette erzählt - beginnt so wie ich es gern habe: direkt. Man ist sofort in der Handlung, ohne langes Vorgeplänkel.
Daher erfahren wir sofort, warum Odette und Amos aneinandergeraten. Aufgrund des Altersunterschieds ist das schließlich nicht selbsterklärend.
Lockwood arbeitet die Charaktere von Beginn an sehr gut aus. Dadurch sind sie greifbar und vor allem in Odettes Fall auch sehr nahbar. Was dagegen lang im Dunkeln bleibt, sind Amos Beweggründe. Warum freundet sich ein alter Herr mit einer jungen Frau (fast noch einem Kind) an? Warum setzt er Odette einem Wechselbad der Gefühle aus? Schnell wird klar, so harmlos und nett ist Amos nicht. Im Gegenteil, mir wurde er von Seite zu Seite unsympathischer. Gleichzeitig ist es auf beinahe gruselige Art spannend, ihm beim Spinnen seiner metaphorischen Netze zu beobachten. Als Psychologe weiß er schließlich genau, wie er Odette - in dieser Metapher die Fliege - immer wieder einwickeln kann.
Was mich ein kleines bisschen gestört hat waren teilweise die Beschreibungen der Ermittlungsarbeit aus der Jetzt-Perspektive. Da wurden Polizisten, Reporter und Co. teils sehr platt dargestellt. Klar, das Buch thematisiert vorschnelle Urteile, aber ehrlich… Polizisten, die wie Hyänen nach gruseligen Morddetails gieren (und zwar nicht aus beruflichem Interesse)? Nö danke…
Zusammengefasst finde ich, ist Lockwoods Debüt auf jeden Fall gelungen, wenn man auch mal langsame Spannung aushalten kann.
Die Geschichte - zum Großteil aus der Perspektive von Odette erzählt - beginnt so wie ich es gern habe: direkt. Man ist sofort in der Handlung, ohne langes Vorgeplänkel.
Daher erfahren wir sofort, warum Odette und Amos aneinandergeraten. Aufgrund des Altersunterschieds ist das schließlich nicht selbsterklärend.
Lockwood arbeitet die Charaktere von Beginn an sehr gut aus. Dadurch sind sie greifbar und vor allem in Odettes Fall auch sehr nahbar. Was dagegen lang im Dunkeln bleibt, sind Amos Beweggründe. Warum freundet sich ein alter Herr mit einer jungen Frau (fast noch einem Kind) an? Warum setzt er Odette einem Wechselbad der Gefühle aus? Schnell wird klar, so harmlos und nett ist Amos nicht. Im Gegenteil, mir wurde er von Seite zu Seite unsympathischer. Gleichzeitig ist es auf beinahe gruselige Art spannend, ihm beim Spinnen seiner metaphorischen Netze zu beobachten. Als Psychologe weiß er schließlich genau, wie er Odette - in dieser Metapher die Fliege - immer wieder einwickeln kann.
Was mich ein kleines bisschen gestört hat waren teilweise die Beschreibungen der Ermittlungsarbeit aus der Jetzt-Perspektive. Da wurden Polizisten, Reporter und Co. teils sehr platt dargestellt. Klar, das Buch thematisiert vorschnelle Urteile, aber ehrlich… Polizisten, die wie Hyänen nach gruseligen Morddetails gieren (und zwar nicht aus beruflichem Interesse)? Nö danke…
Zusammengefasst finde ich, ist Lockwoods Debüt auf jeden Fall gelungen, wenn man auch mal langsame Spannung aushalten kann.