Freundschaft mit Ablaufdatum.

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frauklopp Avatar

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Odette und Amos lernen einander im Museum kennen, beide fühlen sich einsam in ihren jeweiligen Lebensumständen und verfallen in eine Freundschaft, die von Beginn an schwierig scheint. Nicht nur, dass sie knapp 70 Jahre Altersunterschied trennen, sie bewegen sich auch in völlig anderen sozialen Schichten, die größer nicht sein könnten. Amos lädt Odette ein, bei ihm zu wohnen, und sie kommen auf die Idee, einen TikTok-Account zu erstellen, um die Menschen mitzunehmen in den Alltag ihrer ungewöhnlichen Freundschaft. Dies läuft so lange gut, bis Odette in einem Livestream Amos ermordet.

Das Buch spielt auf zwei Ebenen, die Zeit des Kennenlernens bis zum Mord und die „Jetzt-Zeit“ nach dem Mord, als Odette aus dem gemeinsamen Zuhause in Polizeigewahrsam genommen wird. Schlau gemacht, weil man von Beginn an glaubt, die Story komplett zu durchschauen. Wie steht es jedoch so schön auf dem Backcover: „Über Schuld, Lügen, Einsamkeit – und Social Media als Gerichtssaal.“

Das war ein sehr intensives Buch, bin sehr schnell durch die Story von Odette und Amos gerast. Amos fand ich von Beginn an megastrange und Odette teilweise einfachste gutgläubig – obwohl ihre Alarmglocken klingelten wie sonst was, ich hab ganz oft vor dem Buch gesessen und gebrüllt: „Hau ab da!!“. Spannend, wie man über Menschen urteilt, wenn man halt nicht die ganze Wahrheit kennt. Die Auflösung fand ich etwas zu doll konstruiert und n büschen zu drüber, als wollte man unbedingt noch ein Thema unterbringen. Trotzdem war es aber ein krasser Pageturner, welcher den Puls ordentlich beschleunigt hat.