Nicht alles ist, wie es scheint
Odette wird aufs Polizeirevier gebracht, nachdem sie vor laufender Kamera ihren Freund Amos getötet hat. In der zweiten Zeitebene erfährt man, wie die beiden sich kennengelernt haben. Aus einer zufälligen Begegnung zwischen der 19-jährigen, arbeitslosen Odette und dem wohlhabenden, älteren Amos entsteht eine Freundschaft, aus der die Idee für gemeinsame TikTok-Videos entsteht. Nach und nach erfährt man mehr über Odettes Vergangenheit und versteht, wie es zu der Tat gekommen ist.
Der Aufbau mit den zwei Zeitebenen funktioniert gut, weil ständig neue Informationen nachgeliefert werden und man als Leser gezielt im Unklaren gehalten wird. Die Stimmung verändert sich im Verlauf des Buches merklich, von einem eher positiven Anfang bis zu zunehmend schwereren und dunkleren Themen. Besonders gelungen finde ich, dass man Odettes Verhalten nachvollziehen kann, auch wenn man ihre Entscheidungen selbst nicht treffen würde. Man versteht, warum sie so handelt, statt sie nur als irrational abzustempeln.
Etwas überraschend fand ich, dass Social Media, obwohl es im Klappentext stark angekündigt wird, im Buch eher eine Nebenrolle spielt. Da hätte sicher mehr draus gemacht werden können. Auch wer einen klassischen Thriller mit viel Spannung rund um das Verbrechen selbst erwartet, könnte enttäuscht sein, denn das eigentliche Mysterium klärt sich recht früh auf. Im Vordergrund stehen stattdessen die Psychologie der Figuren und ihre Beziehung zueinander.
Odette und Amos sind klar die interessantesten Figuren, auch wenn die Nebenfiguren sich gut einfügen. Insgesamt eine Geschichte, die emotional stark wirkt und noch lange nachhängt, auch wenn die Thriller-Elemente eher im Hintergrund bleiben.
Der Aufbau mit den zwei Zeitebenen funktioniert gut, weil ständig neue Informationen nachgeliefert werden und man als Leser gezielt im Unklaren gehalten wird. Die Stimmung verändert sich im Verlauf des Buches merklich, von einem eher positiven Anfang bis zu zunehmend schwereren und dunkleren Themen. Besonders gelungen finde ich, dass man Odettes Verhalten nachvollziehen kann, auch wenn man ihre Entscheidungen selbst nicht treffen würde. Man versteht, warum sie so handelt, statt sie nur als irrational abzustempeln.
Etwas überraschend fand ich, dass Social Media, obwohl es im Klappentext stark angekündigt wird, im Buch eher eine Nebenrolle spielt. Da hätte sicher mehr draus gemacht werden können. Auch wer einen klassischen Thriller mit viel Spannung rund um das Verbrechen selbst erwartet, könnte enttäuscht sein, denn das eigentliche Mysterium klärt sich recht früh auf. Im Vordergrund stehen stattdessen die Psychologie der Figuren und ihre Beziehung zueinander.
Odette und Amos sind klar die interessantesten Figuren, auch wenn die Nebenfiguren sich gut einfügen. Insgesamt eine Geschichte, die emotional stark wirkt und noch lange nachhängt, auch wenn die Thriller-Elemente eher im Hintergrund bleiben.