Toxische Beziehungen

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ulgu1978 Avatar

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Toxische Beziehungen
Die 19jährige Odette trifft bei einem Museumsbesuch zufällig auf den 80jährigen Amos. Sie hat vor kurzem erst ihre Mutter beerdigt, die bis zu diesem Zeitpunkt ihre einzige Bezugsperson war. Sie hofft, in ihm einen großväterlichen Freund gefunden zu haben. Als sich ihre Wohnungssituation verschlechtert, zieht sie bei ihm ein. Sie überredet ihn, gemeinsame Videos zu drehen und im Internet hochzuladen. Bis es zur Katastrophe kommt.
Kirsty Lockwood hat mit diesem Buch einen überaus spannenden Psychothriller geschrieben.
Das Buch beginnt mit der Verhaftung von Odette. In Rückblicken wird ausführlich beschrieben wie es dazu kommen konnte, dass Odette wegen Mordes verhaftet wurde. Parallel wird über die polizeiliche Ermittlungsarbeit und den Shitstorm berichtet, der über Odette hereinbricht.
Während der gesamten Lesezeit hatte ich das Gefühl, Odette in den Arm nehmen zu müssen, um sie erst vor ihrer Mutter und später vor Amos zu beschützen. In diesem Thriller geht es vor allem um psychischen Missbrauch, den die Protagonistin nicht wahrhaben will und deshalb warnende Hinweise von ihrer Betreuerin im Jobcenter nicht ernst nimmt. Als sie es erkennt, ist es fast schon zu spät.
Odettes Ängste und Zweifel werden anschaulich dargestellt und sind aufgrund ihrer Kindheit nachvollziehbar.
Die Auflösung zum Ende ist etwas diffus, ändert aber nichts an meiner Meinung, dass dies ein überaus spannendes Buch ist, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe.