Von der Qual, einsam zu sein

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verynia Avatar

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In diesem Buch verfolgen wir die Geschichte von Odette, die bei einem Museumsbesuch den 80jährigen Amos kennenlernt. Da Odette nach dem Tod ihrer Mutter nun gänzlich alleine dasteht, ohne Job, ohne Familie und Freunde, möchte sie neue Leute kennenlernen. Mit Amos scheint sie den perfekten Kandidaten gefunden haben, da die beiden sich Recht zügig gut verstehen, sich regelmäßig treffen und gemeinsam essen.
Als Odette erfährt, dass ihre Sozialwohnung nicht weiter bezahlt wird, muss sie eine neue Bleibe finden. Da Amos alleinstehend, aber durch seinen Beruf als angesehener Psychologe sich eine schöne viktorianische Villa leisten konnte, lädt er Odette ein bei ihm einzuziehen. Nach kurzem Überlegen nimmt sie das Angebot an.
Kurz darauf eröffnen sie einen TikTok-Kanal, auf dem sie Videos ihres gemeinsamen Lebens und ihrer ungewöhnlichen Freundschaft teilen, welche erheblich großen Anklang finden.
Doch etwas verändert sich und Odette fühlt sich nicht mehr besonders wohl in Amos' Nähe. Bald schon sieht ihre gesamte Follower-Welt, wie Odette Amos im Livestream umbringt. Doch wie konnte es so weit kommen?

Dieses Buch hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Durch den Klappentext weiß man, was passieren wird, was die Spannung aber besonders anfacht, da das "Wieso?" hier noch absolut offen ist.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und auch der zeitliche Wechsel ist für diese Art Roman die perfekte Wahl. Wir springen immer zwischen dem aktuellen Geschehen, wenn Odette bereits verhaftet ist, und der Vergangenheit mit dem Verlauf der Handlung hin und her. Das Timing ist hierbei sehr stimmig und halt die Spannung gut aufrecht.

Mit dem Ende der Geschichte bin ich zufrieden und freue mich, dass ich keine offenen Fragen habe (zumindest geistert mir nichts mehr im Kopf herum). Ein spannendes Leseerlebnis und ein tolles Debüt der Autorin!