Eine GEschichte voller Magie

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nina2401 Avatar

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„Mr. Saitos reisendes Kino“ von Annette Bjergfeldt ist ein außergewöhnlicher und poetischer Roman, der mich auf eine bewegende Reise mitnimmt. Es beginnt in den 1920er Jahren in Buenos Aires wo Lita mit ihrer extravaganten Mutter lebt. Eines Tages müssen die beiden ihre Heimat verlassen und landen auf einer windigen Insel vor Neufundland. Dort treffen sie auf eine bunte Gemeinschaft liebenswerter Außenseiter.

Die Geschichte, erzählt aus der Perspektive von Lita, entfaltet sich opulent und detailreich, fast wie ein farbenprächtiger Film vor dem inneren Auge. Es ist eine dieser Erzählungen, die einen sofort hineinziehen und für lange Zeit nicht mehr loslassen. Die Figuren wirken lebendig, die Welt ist reich und atmosphärisch dicht – und ich habe mich gerne in ihr verloren.

Besonders gelungen finde ich die Darstellung von Litas Entwicklung, ihrer Freundschaft mit Oona und die geheimnisvolle Figur des Mr. Saito, der mit seinem Wanderkino Geschichten und Nachrichten in die abgeschiedene Inselwelt bringt. Die Sprache ist bildhaft und voller kluger Gedanken und Sätze, die mich immer wieder überraschen und inne halten lassen. Über allem schwebt eine magische Atmosphäre, die das Buch zu einer Ode an das Leben, die Familie und die Liebe macht. Annette Bjergfeldt gelingt es, mich zum Träumen zu bringen und gleichzeitig mit berührenden, manchmal auch melancholischen Momenten zu fesseln. Sie versteht es, mit Leichtigkeit Tiefgang zu erzeugen und Emotionen einzufangen, ohne dabei schwer zu wirken.

Insgesamt ist „Mr. Saitos reisendes Kino“ ein Roman, der durch seine fantasievolle Handlung, die liebevoll gezeichneten Charaktere und die stimmungsvolle Sprache überzeugt. Die ganz eigene Magie hat mich gefangen genommen und gehalten und ich muss lächeln, wenn ich an das Buch denke.