Eine herzliche Lebensreise🥹

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proeschi1971 Avatar

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Mr. Saitos reisendes Kino ist ein Roman, der mich mit einer großen erzählerischen Weite, wärmender Stimmung und ungewöhnlichen Figuren nachhaltig beeindruckt hat. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Carmelita („Lita“), die 1927 in Buenos Aires geboren wird und zusammen mit ihrer temperamentvollen Mutter Fabiola, einer Schuh‑ und Tangoliebhaberin, aus Argentinien fliehen muss. Ihre Flucht führt sie unverhofft auf eine windumtoste Insel vor der Küste Neufundlands, wo sie im Seemannsheim der McGregor‑Familie eine neue Heimat findet. In dieser Insel‑Gemeinschaft, in der jeder seine eigene Geschichte und Eigenart mitbringt, wächst Lita auf und lernt, was es heißt, Familie dort zu finden, wo man sie nie erwartet hätte.

Für mich ist das Herz dieses Romans die Entwicklung von Lita und die Art, wie sie über die Jahre hinweg Freundschaften, Verluste, Liebe und ihre Identität formt. Besonders berührend ist ihre Freundschaft mit Oona McGregor, einem gehörlosen Mädchen, das durch ihre besondere Art zu kommunizieren eine starke, lebendige Verbindung zu Lita aufbaut. Gemeinsam erleben sie Momente voller Wärme, Leichtigkeit und poetischer Schönheit, die das Buch wie eine Reise durch verschiedene Lebensphasen wirken lassen.