Ein Lottogewinn, der nicht alle glücklich macht

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apfelmaus Avatar

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Eigentlich müsste Edie überglücklich sein. Sie hat im Lotto gewonnen, lebt in einem riesigen Haus und muss sich um Geld keine Sorgen mehr machen. Nur scheint sie selbst am wenigsten Freude an ihrem neuen Leben zu haben.

Ich fand vor allem den Gegensatz zwischen Edie und ihrer Familie interessant. Ihr Mann und ihr Sohn genießen den neuen Luxus, während Edie ihre alten Gewohnheiten und die Nähe zu ihren Freundinnen vermisst. Die Szene, in der sie beim gemeinsamen Schwimmen plötzlich keinen Platz mehr für sie haben, fand ich besonders traurig. Da merkt man, wie einsam Edie inzwischen ist.

Der Schreibstil liest sich angenehm und hat einen trockenen Humor, der mir gefällt. Gerade die kleinen Beobachtungen und Edies Gedanken machen die Geschichte lebendig. Auch die Rückblicke in ihre Jugend fand ich interessant. Sie zeigen, wie Edie früher war und wie ihre Beziehung zu Ron begonnen hat.

Ein bisschen stört mich allerdings, dass Edie vieles einfach hinnimmt. Ich hoffe, dass sie im Laufe der Geschichte mehr für sich selbst einsteht. Gerade das würde ich gern weiterlesen: ob sie es schafft, sich von den Erwartungen ihrer Familie zu lösen und herauszufinden, was sie eigentlich selbst möchte.