Melancholisch
Das Cover und der Titel verraten es bereits: Ein Lottogewinn verändert alles, aber er repariert nicht automatisch das Leben. Jay McKenzie wirft uns in der Leseprobe direkt in ein Wechselspiel der Gefühle, das mich emotional sofort gepackt hat. Die Geschichte rund um Mrs. Edie McVey, die plötzlich Multimillionärin ist und in einer protzigen Villa lebt, geht unheimlich ans Herz.
Der Schreibstil ist wunderbar feinfühlig, nahbar und voller leiser Alltagsbeobachtungen. Die Autorin fängt die Zerrissenheit der Protagonistin perfekt ein. Während Edies Ehemann Ron und ihr Sohn Colin völlig im Konsumrausch versinken und nur noch Augen für Sportwagen und riesige Fernseher haben, blickt Edie fassungslos in ihr eigenes Inneres und spürt dort nur ein schwarzes Loch. Besonders berührend fand ich den harten Kontrast zwischen den Zeitebenen. Auf der einen Seite erleben wir die traurige Gegenwart, in der Edies alte Freundinnen sie aus Neid und Fremdheit aus ihrem Leben verstoßen. Auf der anderen Seite reisen wir zurück in die lebendigen 1960er-Jahre und dürfen miterleben, wie Edie und Ron sich in einem Club schüchtern kennenlernen – eine Zeit, in der sie kein Geld, aber dafür echte Schmetterlinge im Bauch hatten.
Die Begegnung in der Gegenwart mit der schwangeren Jade in Edies altem, „runtergerockten“ Zuhause bringt eine unglaubliche Wärme und Dynamik in die Geschichte. Ich erwarte von diesem Roman eine tiefgründige, bittersüße Geschichte über die Frage, was im Leben wirklich zählt, und über die schmerzhafte Entfremdung von den eigenen Liebsten. Ich möchte unbedingt weiterlesen, um zu sehen, ob Edie einen Weg findet, aus der goldenen Isolation auszubrechen und ihr wahres Glück wiederzufinden.
Der Schreibstil ist wunderbar feinfühlig, nahbar und voller leiser Alltagsbeobachtungen. Die Autorin fängt die Zerrissenheit der Protagonistin perfekt ein. Während Edies Ehemann Ron und ihr Sohn Colin völlig im Konsumrausch versinken und nur noch Augen für Sportwagen und riesige Fernseher haben, blickt Edie fassungslos in ihr eigenes Inneres und spürt dort nur ein schwarzes Loch. Besonders berührend fand ich den harten Kontrast zwischen den Zeitebenen. Auf der einen Seite erleben wir die traurige Gegenwart, in der Edies alte Freundinnen sie aus Neid und Fremdheit aus ihrem Leben verstoßen. Auf der anderen Seite reisen wir zurück in die lebendigen 1960er-Jahre und dürfen miterleben, wie Edie und Ron sich in einem Club schüchtern kennenlernen – eine Zeit, in der sie kein Geld, aber dafür echte Schmetterlinge im Bauch hatten.
Die Begegnung in der Gegenwart mit der schwangeren Jade in Edies altem, „runtergerockten“ Zuhause bringt eine unglaubliche Wärme und Dynamik in die Geschichte. Ich erwarte von diesem Roman eine tiefgründige, bittersüße Geschichte über die Frage, was im Leben wirklich zählt, und über die schmerzhafte Entfremdung von den eigenen Liebsten. Ich möchte unbedingt weiterlesen, um zu sehen, ob Edie einen Weg findet, aus der goldenen Isolation auszubrechen und ihr wahres Glück wiederzufinden.