Geld ist nicht alles

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Was passiert, wenn sich das ganze Leben von einem Tag auf den anderen verändert? Genau diese Frage widmet sich Jay McKenzie in Mrs. Edie gewinnt im Lotto.
Edie und ihr Mann Ron sind seit fast 50 Jahren verheiratet. Gemeinsam haben sie Höhen und Tiefen erlebt und sich ein ganz normales Leben aufgebaut. Doch als sie plötzlich im Lotto gewinnen, scheint ihnen die Welt offen zu stehen. Ein Umzug in eine große Villa, schnelle Autos….. für Ron ist das neue Leben ein wahre gewordener Traum.
Edie zieht die Welt anders aus. Ihre Freundin aus dem Aqua-Fitnesskurs wenden sich von ihr ab. Obwohl sie nun alles haben könnte, was man sich mit Geld kaufen kann, fühlte sich immer einsamer.
Die Geschichte wird auf zwei Ebene erzählt: vor und nach dem Lotto gewinnen. Dadurch erfährt man nach und nach mehr über Edies Vergangenheit, ihre Ehe und das Geheimnis, dass sie so lange mit sich herum getragen hat.
Die Idee hinter dem Buch hat mir wirklich gut gefallen. Besonders die Frage, ob Geld tatsächlich glücklich macht und was im Leben wirklich zählt, fand ich interessant. Auch Edies Wunsch nach Freundschaft, Nähe und einem selbstbestimmten Leben hätte für mich eine sehr berührende Geschichte ergeben können.
Leider konnte mich das Buch emotional nicht richtig erreichen. Ich hatte mir mehr Tiefe bei den Figuren und eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema Einsamkeit und Vergangenheit gewünscht. Die Geschichte hatte für mich großes Potenzial, das aber leider nicht vollständig ausgeschöpft wurde.
Der Schreibstil war zwar angenehm und flüssig zu lesen und auch die wechselnde Zeitebenen haben mir grundsätzlich gut gefallen. Trotzdem fehlte mir etwas, um wirklich in Edies Geschichte einzutauchen und mit ihr mit zu fühlen.
Am Ende bleibt für mich ein Roman mit einer schönen Grundidee, der mich jedoch nicht berühren konnte, wie ich es mir erhofft hatte.