Klischees und abgedroschen

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tobi89 Avatar

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Uff, das ist harter Stoff – allerdings nicht im positiven Sinn. Wer auf durchdachte Magiesysteme, wissenschaftliche Substanz oder epische Bögen hofft, wird hier leider komplett enttäuscht.
Das Cover setzt voll auf die typische Feel-Good-Ästhetik des Genres, lässt aber jede tiefere Atmosphäre vermissen. Der Schreibstil ist extrem schlicht, bedient reihenweise abgedroschene Phrasen und plätschert ohne echten Zug nach vorne vor sich hin. Auch beim Pacing passiert erst einmal ewig gar nichts, außer dass Amandas penibel durchgetakteter Morgen minutengenau seziert wird. Die Charaktere sind leider wandelnde Klischees: Amanda wirkt wie eine steriles Stereotyp der verklemmten Bürokratin, während der Teenie Henry mit Klischees über Handyspiele und Skater-Optik überzeichnet ist. Weder im Worldbuilding noch in der Figurenzeichnung steckt echte Substanz oder Logik.
Ehrlich gesagt erwarte ich eine sehr vorhersehbare Wohlfühl-Geschichte nach Schema F, die auf plattem Kitsch statt auf klugen Wendungen oder echtem Tiefgang basiert. Weiterlesen würde ich das Buch persönlich nicht, da mir hier schlichtweg die inhaltliche Substanz und die erzählerische Wucht fehlen.