Ein Ort, an dem dich Träume heilen
Kurzmeinung: Warm, märchenhaft und voll sanfter Lebensweisheit. Für alle Fans von „Der Laden in der Mondlichtgasse“ und „Der Regenzaubermarkt“
Rezension:
Ich glaube, dass das Leben voller kleiner Wunder ist. Man muss nur aufmerksam genug sein, um sie zu entdecken. So wie die geheimnisvolle Tür, die eigentlich schon immer da war, doch an der man bislang achtlos vorbeigelaufen ist. So wie das Buch mit den leeren Seiten, welches seinen Zauber erst entfaltet, wenn man bereit ist an ihn zu glauben. So wie der Traum, von dem wir glaubten, ihn lange vergessen zu haben ~
In dem Buch „Ms Atkins und die Bibliothek der Träume“ aus der Feder von Vanessa Göcking, erschienen im Vani Verlag, fand Ms Amanda Eleonore Atkins ebendiese Wunder, obwohl es ihr zunächst ausgesprochen schwer fiel sie nicht für einen Schrecken zu halten.
Die Vorstellung eines verborgenen Leseraums, in dem zwischen altehrwürdigen Regalen nicht nur Bücher, sondern auch Träume, Erinnerungen und Sehnsüchte bewahrt werden, hat mein verträumtes Herz eigentümlich berührt. Und so war es mir leicht gefallen mich schon mit den ersten Zeilen in dieser liebevoll erzählten Geschichte zu verlieren.
Vanessa Göckings Schreibstil ist dabei ebenso warm und gefühlvoll wie die Welt, die sie erschaffen hat. Ihre Worte lesen sich leicht und fließend und malen auf beinahe poetisch anmutende Weise Bilder in die Seele. Auch das Erzähltempo ist eher ruhig. Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihre Figuren und für die Beziehungen, die zwischen ihnen entstehen. Es sind nicht große Abenteuer, die im Mittelpunkt stehen, sondern Begegnungen, Freundschaft und die längst vergessen geglaubten Träume.
Gerade in dieser ruhigen Erzählweise liegt für mich ein besonderer Zauber. Zwischen den Seiten verstecken sich so viele kleine Lebensweisheiten, die sich ganz unaufdringlich mit der Geschichte verweben. Auch die Figuren, zwischen denen wir beim Lesen wechseln, sind mir mit jeder Seite mehr ans Herz gewachsen. Ihre unterschiedlichen Lebenswege und Sichtweisen haben mich berührt und ich fand es besonders schön, dass manche Momente aus verschiedenen Perspektiven noch einmal erzählt wurden. Das ließ für mich eine besondere Tiefe entstehen.
Und vielleicht war es gerade diese Nähe zu den Figuren, die mich am Ende des Buches noch lange über die Geschichte hinausdenken ließ. Denn zwischen all den Träumen, Erinnerungen und geheimnisvollen Türen begegnet man irgendwann unweigerlich auch den eigenen.
So ist „Ms Atkins und die Bibliothek der Träume“ für mich ein gelungenes Buch für stürmische Tage, warm, märchenhaft und voll sanfter Lebensweisheit. Ein Buch für alle Fans von „Der Laden in der Mondlichtgasse“ (Hiyoko Kurisu) und „Der Regenzaubermarkt“ (You Yeong-Gwang) und eine leise Erinnerung daran, dass Träume und kleine Wunder vielleicht genau dort auf uns warten, wo wir längst aufgehört haben, nach ihnen zu suchen.
Rezension:
Ich glaube, dass das Leben voller kleiner Wunder ist. Man muss nur aufmerksam genug sein, um sie zu entdecken. So wie die geheimnisvolle Tür, die eigentlich schon immer da war, doch an der man bislang achtlos vorbeigelaufen ist. So wie das Buch mit den leeren Seiten, welches seinen Zauber erst entfaltet, wenn man bereit ist an ihn zu glauben. So wie der Traum, von dem wir glaubten, ihn lange vergessen zu haben ~
In dem Buch „Ms Atkins und die Bibliothek der Träume“ aus der Feder von Vanessa Göcking, erschienen im Vani Verlag, fand Ms Amanda Eleonore Atkins ebendiese Wunder, obwohl es ihr zunächst ausgesprochen schwer fiel sie nicht für einen Schrecken zu halten.
Die Vorstellung eines verborgenen Leseraums, in dem zwischen altehrwürdigen Regalen nicht nur Bücher, sondern auch Träume, Erinnerungen und Sehnsüchte bewahrt werden, hat mein verträumtes Herz eigentümlich berührt. Und so war es mir leicht gefallen mich schon mit den ersten Zeilen in dieser liebevoll erzählten Geschichte zu verlieren.
Vanessa Göckings Schreibstil ist dabei ebenso warm und gefühlvoll wie die Welt, die sie erschaffen hat. Ihre Worte lesen sich leicht und fließend und malen auf beinahe poetisch anmutende Weise Bilder in die Seele. Auch das Erzähltempo ist eher ruhig. Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihre Figuren und für die Beziehungen, die zwischen ihnen entstehen. Es sind nicht große Abenteuer, die im Mittelpunkt stehen, sondern Begegnungen, Freundschaft und die längst vergessen geglaubten Träume.
Gerade in dieser ruhigen Erzählweise liegt für mich ein besonderer Zauber. Zwischen den Seiten verstecken sich so viele kleine Lebensweisheiten, die sich ganz unaufdringlich mit der Geschichte verweben. Auch die Figuren, zwischen denen wir beim Lesen wechseln, sind mir mit jeder Seite mehr ans Herz gewachsen. Ihre unterschiedlichen Lebenswege und Sichtweisen haben mich berührt und ich fand es besonders schön, dass manche Momente aus verschiedenen Perspektiven noch einmal erzählt wurden. Das ließ für mich eine besondere Tiefe entstehen.
Und vielleicht war es gerade diese Nähe zu den Figuren, die mich am Ende des Buches noch lange über die Geschichte hinausdenken ließ. Denn zwischen all den Träumen, Erinnerungen und geheimnisvollen Türen begegnet man irgendwann unweigerlich auch den eigenen.
So ist „Ms Atkins und die Bibliothek der Träume“ für mich ein gelungenes Buch für stürmische Tage, warm, märchenhaft und voll sanfter Lebensweisheit. Ein Buch für alle Fans von „Der Laden in der Mondlichtgasse“ (Hiyoko Kurisu) und „Der Regenzaubermarkt“ (You Yeong-Gwang) und eine leise Erinnerung daran, dass Träume und kleine Wunder vielleicht genau dort auf uns warten, wo wir längst aufgehört haben, nach ihnen zu suchen.