Eine magische Geschichte

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rebekka Avatar

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Vanessa Göcking ist eine Magierin, die die Menschen verzaubert. Anders kann ich mir nicht erklären, wie es mir bei der Lektüre dieses Buches erging. Eigentlich wollte ich es nach den ersten Seiten weglegen. Ich fand den Einstieg zu der Geschichte nämlich langweilig, genau wie die Protagonistin Ms Atkins, die einem langweiligen Job nachgeht, langweilige Kleidung trägt und in der städtischen Bibliothek langweilige Bücher ausleiht. Aber irgendetwas zwang mich weiterzulesen. Offenbar stimmt tatsächlich, was die Autorin behauptet: Manche Bücher liest du nicht, manche Bücher lesen dich. Dies scheint eins davon zu sein.

In der Bibliothek der Träume treffen wir außer Ms Atkins sehr unterschiedliche Menschen, die alle ihre eigenen Probleme, Sehnsüchte und Ängste haben. Zunächst noch zurückhaltend, öffnen sie sich nach und nach, durchleben die Träume der anderen, erkennen, wie wichtig Freundschaft ist, werden gemeinsam immer mutiger und stellen fest, dass es nie zu spät für Veränderungen ist – und manchmal auch für ein erleichterndes Loslassen.

Vanessa Göcking ist eine Meisterin der leisen Töne. Sie kann mit Worten Bilder malen und vor den Augen ihrer Leser erscheinen lassen, schreibt warmherzig ohne kitschig zu werden und regt damit zum Nachdenken über die eigenen Träume, Wünsche und Sehnsüchte an. Das Buch wird noch lange in mir nachklingen.

Der in Rottönen gehaltene Umschlag mit passendem rotem Schnitt rundet den guten Eindruck ab.