Vielversprechende Idee, aber leider ohne Tiefgang

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snookie Avatar

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Ich hatte mich wirklich auf dieses Buch gefreut, da mich die Grundidee angesprochen hat. Der Klappentext hat mich leicht an „Die Mitternachtsbibliothek“ erinnert. Aufgrund dessen hatte ich eine ähnlich tiefgründige und berührende Geschichte erwartet: eine Geschichte, die philosophische Fragen aufwirft, zum Nachdenken über das eigene Leben anregt und Gedanken hinterlässt, die länger nachhallen. Leider wurden meine Erwartungen in dieser Hinsicht nicht erfüllt.

Für mich ist ein großer Kritikpunkt der fehlende Tiefgang. Das Buch reißt durchaus ernste und emotionale Themen an, diese werden aber nicht ausreichend vertieft. Es werden Probleme und Schicksale angesprochen, jedoch werden diese nur oberflächlich behandelt und nicht konsequent zu Ende geführt. Dadurch bleibt vieles erstaunlich nichtssagend, obwohl die Geschichte eigentlich so viel Potenzial für emotionale und philosophische Tiefe geboten hätte.

Auch die Charaktere konnten mich leider nicht überzeugen. Sie wirkten auf mich recht flach und wenig ausgearbeitet, sodass ich kaum eine emotionale Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Ihre persönlichen Schicksale hätten mich eigentlich berühren sollen, doch dafür fehlte mir schlichtweg die Verbindung zu den Figuren.
Schade fand ich auch, dass die magische Bibliothek und die damit verbundenen Möglichkeiten für meinen Geschmack viel zu wenig ausgeschöpft wurden. Statt wirklich zum Nachdenken anzuregen, bleibt die Geschichte häufig bei recht offensichtlichen Lebensweisheiten stehen. Zusätzlich gab es auch einige Logikfehler und Unstimmigkeiten, die mir aufgefallen sind.
Positiv hervorheben möchte ich allerdings die wunderschöne Gestaltung des Buches. Auch der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig zu lesen, sodass man trotz der inhaltlichen Schwächen gut durch die Seiten kommt.

Insgesamt konnte mich „Ms Atkins und die Bibliothek der Träume“ nicht überzeugen. Die Grundidee klang vielversprechend, doch die Umsetzung blieb für mich zu oberflächlich, emotional distanziert und letztendlich auch ein wenig belanglos. Ich hatte mir eine Geschichte erhofft, die mich berührt und zum Nachdenken bringt. Stattdessen ist bei mir kaum etwas davon angekommen, und leider wird mir von der Geschichte auch wenig in Erinnerung bleiben.