Ambivalenz in einer schönen Form - zwischen Liebe und Stalkin?

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gwil.wileth Avatar

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Mimi Kyllings Roman beginnt atmosphärisch dicht und emotional tief. Schon im Prolog etabliert sich eine geheimnisvolle, fast obsessive Stimme, die aus dem Schatten heraus eine Frau beobachtet – eine poetische, aber auch beunruhigende Einführung. Die Sprache ist bildhaft, fast lyrisch: Der Blick auf die Protagonistin Flora wird verklärt und gleichzeitig von dunklen Untertönen begleitet. Das Thema Stalking wird zwar direkt angesprochen und problematisiert, dennoch bleibt ein leiser Zwiespalt zwischen Romantisierung und Warnung bestehen.