Erschreckend realistisch gezeichnete Dystopie
Eigentlich sind Science Fiction Romane nicht mein bevorzugtes Genre. Aber es gibt ausnahmen und dieser Roman gehört eindeutig dazu. Es ist schon fast ein bisschen verstörend zu lesen, wie das "normale" Leben abgelöst wird in ein Überleben. Wie alle lernen müssen, ohne Strom zurecht zu kommen, zusammen zu halten, neue Überlebensstrategien zu entwickeln. Und wie immer kommen die Personen damit unterschiedlich gut zurecht: der Vater ist der Realitätsverweigerer, die Mutter ist pragmatisch und erfinderisch, die Ich-Erzählerin als Klimaaktivistin hat so etwas kommen sehen, der kleine Beni kennt kaum ein anderes Leben. Ein spannender Roman, eindringlich und erschreckend zugleich. Sehr interessant finde ich die zwischenmenschlichen Beziehungen bei diesem postapokalyptischen Leben.