Nicht weit weg von der Realität

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blubb2303 Avatar

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Dieses Buch hat mich vor allem deshalb beschäftigt, weil es gar nicht so weit weg von unserer eigenen Realität wirkt. Elisabeth Schmidauer zeichnet eine Welt, in der nach unzähligen Katastrophen kaum noch etwas so ist, wie wir es kennen. Städte sind zerstört, Familien auseinandergerissen und die gewohnte Infrastruktur existiert nicht mehr. Und trotzdem bleibt die Welt – und mit ihr die Menschen, die irgendwie weitermachen müssen.

Besonders eindringlich fand ich die Frage, was eigentlich passiert, wenn plötzlich alles wegfällt, worauf wir unseren Alltag und unsere Gesellschaft aufgebaut haben. Was bleibt dann von uns? Wie gehen Menschen miteinander um, wenn sie aufeinander angewiesen sind? Und können Zusammenhalt und Gemeinschaft wirklich funktionieren, wenn gleichzeitig alte Machtstrukturen und menschliche Abgründe wieder zum Vorschein kommen?

Ich fand die Geschichte teilweise erschütternd, aber gerade deshalb auch sehr spannend. Es geht nicht nur um eine zerstörte Welt, sondern vor allem darum, wie Menschen versuchen, daraus etwas Neues entstehen zu lassen. Dabei wird deutlich, wie schwer es sein kann, Vertrauen aufzubauen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Entscheidungen zu treffen.

„Nach dem Ende“ ist für mich kein typischer dystopischer Roman, bei dem nur die Katastrophe im Mittelpunkt steht. Viel interessanter fand ich die Menschen und die Frage, welche Gesellschaft nach einem solchen Zusammenbruch überhaupt entstehen könnte. Ein nachdenkliches, stellenweise bedrückendes Buch, das mich auch nach dem Lesen noch über unsere eigene Gesellschaft und unseren Umgang miteinander nachdenken ließ.