Was bleibt, wenn alles zerbricht?

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carmen1994 Avatar

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„Nach dem Ende“ klingt schon nach den ersten Informationen nach einem Buch, das keine leichte Kost verspricht. Besonders interessant finde ich den Gedanken, dass die Welt zwar nicht untergegangen ist, unsere bisherige Art zu leben aber schon. Städte sind unbewohnbar, die Infrastruktur ist zerstört und Menschen müssen sich völlig neu orientieren.

Dabei scheint es nicht nur ums bloße Überleben zu gehen. Viel spannender finde ich die Frage, wie Menschen nach einer solchen Katastrophe wieder miteinander leben können. Zusammenhalt und Kooperation müssen offenbar erst neu gelernt werden – und gleichzeitig begegnen die Figuren den menschlichen Abgründen, die eine solche Ausnahmesituation sichtbar machen kann.

Auch die Rückkehr zur Natur finde ich als Thema interessant. Was passiert, wenn all die Selbstverständlichkeiten des modernen Lebens plötzlich wegfallen? Wie viel Wissen ist noch vorhanden und wie viel muss von Grund auf neu erlernt werden?

Nach dem ersten Hineinlesen habe ich den Eindruck, dass Elisabeth Schmidauer weniger eine klassische Katastrophengeschichte erzählen möchte, sondern vor allem danach fragt, was vom Menschen und von einer Gesellschaft übrig bleibt, wenn die gewohnte Welt nicht mehr funktioniert. Genau das macht mich neugierig auf den weiteren Verlauf.