Beängstigend gut
Das Cover von "Nach dem Ende" von Elisabeth Schmidauer ist einfach gehalten und gefällt mir gut. Das Thema dieses Romans ist so erschreckend, da es in diesen unruhigen Zeiten nicht mehr abwegig erscheint. Die Menschen leben in einer postapokalyptischen Situaton. Es herrschen Angst und Misstrauen, es gibt keinen Strom, keine Medikamente und die Ressourcen sind knapp bemessen. Wie gehen sie damit um, wie schwierig ist es mit diesen katastrophalen Zuständen klar zu kommen? Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass der Leser verschiedene Blickwinkel kennenlernt. An den Sprachstil der Autorin musste ich mich erst gewöhnen, er ist jedoch ruhig und klar und irgendwie beobachtend. Nichts kommt reißerisch herüber, eher still und nachdenklich, was für mich persönlich einen viel stärkeren Effekt hat. Wie würde man selbst in so einer Welt klarkommen? Es ist eigentlich nicht vorstellbar wenn man in der modernen Zivilisation großgeworden ist. Hoffentlich kommt die Menschheit zu Verstand, damit nachfolgende Generationen so einen worst case nicht erleben müssen. Ich habe da aber berechtigte Zweifel. Es ist ein sehr gutes Buch, das man allerdings nicht lesen sollte, wenn einem die momentane Weltlage, verständlicherweise, Angst macht.