Fesselnd, aber nicht einfach zu lesen

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canchita76 Avatar

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Das Buch von Elisabeth Schmidauer lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Es hat mich teils so gefesselt, dass ich abends noch unbedingt weiter lesen wollte und danach konnte ich nicht gut schlafen, weil es einen mit vielen unguten Gedanken zurück lässt, was vermutlich die Absicht der Autorin war.

Eine Weltuntergangsgeschichte in kleinen Schritten. Man erfährt eigentlich nicht viel über das warum, erst gibt es Unruhen in vielen Teilen der Welt, dann werden Medikamente knapp, Menschen sterben an Krankheiten, die früher behandelbar waren und der Strom fällt immer häufiger aus. Dann bricht die gesamte Versorgung zusammen.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, zu Anfang nur von Mila. Hier geht es noch viel um die Vergangenheit, in der Mila Klimaaktivistin ist, viel Unverständnis dafür erhält, aber die Welt damit auch nicht retten kann. Diesen Teil fand ich eigentlich am schwächsten. Die anderen Protagonisten kommen dann erst zu Wort als die Welt weiter zusammenbricht und toxische Männlichkeit immer mehr zur Gefahr für die Gemeinschaft wird.

Der Sprachstil der Autorin ist nicht immer einfach zu lesen, es tauchen viele Personen auf und man muss sich konzentrieren wer nun wer ist, viele Dinge werden erst später oder gar nicht erzählt und man muss es sich zusammenreimen. Gleichzeitig löst das Buch aber auch einen faszinierenden Sog aus. Vielleicht lese ich es nochmal, um es ganz zu verstehen.

Fazit: Ein literarischer Weltuntergangsroman.