Interessante Ausgangsidee, zu sehr auf die Einzelschicksale konzentriert
Die Idee hinter Nach dem Ende fand ich von Anfang an interessant. Eine Welt, in der die bisherige Zivilisation zusammengebrochen ist und die Menschen sich völlig neu orientieren müssen, bietet eigentlich unglaublich viele spannende Fragen. Wie konnte es so weit kommen? Was passiert mit den Menschen, wenn die gewohnte Ordnung plötzlich nicht mehr existiert? Und vor allem: Wie baut man danach überhaupt wieder etwas Neues auf?
Beim Lesen hatte ich allerdings zunehmend das Gefühl, dass mich genau diese großen Fragen mehr interessiert hätten als das, worauf der Roman seinen Schwerpunkt legt.
Ein großer Teil der Geschichte beschäftigt sich mit den Menschen, die auf dem Hof zusammenleben, und mit ihren jeweiligen Geschichten, Beziehungen und Schicksalen. Das war für mich irgendwann ziemlich schwer zu überblicken. Es kommen viele Personen zusammen, deren Verbindungen untereinander teilweise erst nach und nach deutlich werden. Ich vermute, dass genau dieses langsame Enthüllen beabsichtigt ist, bei mir hat es allerdings eher für Verwirrung gesorgt. Irgendwann musste ich mich mehr darauf konzentrieren, wer eigentlich mit wem verbunden ist und welche Vorgeschichte zu welcher Person gehört, als auf die eigentliche Entwicklung der Geschichte.
Dabei hätte ich gerade den größeren Zusammenhang viel spannender gefunden. Über die Katastrophe selbst erfährt man zwar immer wieder einzelne Aspekte, aber mir fehlte ein genaueres Gefühl dafür, was eigentlich passiert ist. Was war der entscheidende Auslöser? Wie haben sich die verschiedenen Ereignisse zu dieser Katastrophe entwickelt? Wie genau kam es dazu, dass die bekannte Welt nicht mehr funktioniert?
Noch mehr gefehlt hat mir allerdings der Blick nach vorne. Mich hätte sehr interessiert, wie Menschen tatsächlich anfangen, eine neue Gesellschaft aufzubauen. Wie werden Entscheidungen getroffen? Wie organisiert man Versorgung, Arbeit und Zusammenleben? Was passiert mit dem Wissen aus der alten Welt? Und wie entwickelt sich aus einer kleinen Gruppe irgendwann wieder eine Gemeinschaft, die dauerhaft funktionieren kann? Gerade weil der Roman mit dieser Ausgangssituation beginnt, hätte ich mir davon deutlich mehr gewünscht.
Stattdessen fand ich manche Entwicklungen innerhalb der Gruppe teilweise sehr dramatisch und auch recht klischeehaft. Besonders bei den Geschlechterrollen hatte ich öfter das Gefühl, dass die Figuren nicht über diese Klischees hinauskommen. Der gewalttätige, unberechenbare „Wilde“ und auf der anderen Seite die eher mütterlichen, emotionalen und weinerlichen Frauen waren mir in dieser Form zu stereotyp. Gerade in einer Geschichte, die sich so intensiv mit einem gesellschaftlichen Neuanfang beschäftigt, hätte ich mir bei den Figuren mehr Zwischentöne gewünscht.
Trotzdem würde ich nicht sagen, dass ich das Buch schlecht fand. Die Ausgangssituation ist spannend und einige Aspekte des Lebens in dieser neuen, sehr reduzierten Welt fand ich durchaus interessant. Nur hat sich bei mir während des Lesens immer stärker der Eindruck entwickelt, dass ich eigentlich ein anderes Buch lesen wollte als das, das die Autorin erzählt.
Für mich wäre es spannender gewesen, weniger tief in die einzelnen Schicksale einzutauchen und dafür mehr darüber zu erfahren, was mit der Welt als Ganzes passiert ist und vor allem, was aus ihr nach dem Zusammenbruch wieder entstehen kann. Deshalb bleibt bei mir am Ende vor allem das Gefühl zurück, dass in der Grundidee sehr viel Potenzial steckt, das mich persönlich aber nicht vollständig erreicht hat.
Beim Lesen hatte ich allerdings zunehmend das Gefühl, dass mich genau diese großen Fragen mehr interessiert hätten als das, worauf der Roman seinen Schwerpunkt legt.
Ein großer Teil der Geschichte beschäftigt sich mit den Menschen, die auf dem Hof zusammenleben, und mit ihren jeweiligen Geschichten, Beziehungen und Schicksalen. Das war für mich irgendwann ziemlich schwer zu überblicken. Es kommen viele Personen zusammen, deren Verbindungen untereinander teilweise erst nach und nach deutlich werden. Ich vermute, dass genau dieses langsame Enthüllen beabsichtigt ist, bei mir hat es allerdings eher für Verwirrung gesorgt. Irgendwann musste ich mich mehr darauf konzentrieren, wer eigentlich mit wem verbunden ist und welche Vorgeschichte zu welcher Person gehört, als auf die eigentliche Entwicklung der Geschichte.
Dabei hätte ich gerade den größeren Zusammenhang viel spannender gefunden. Über die Katastrophe selbst erfährt man zwar immer wieder einzelne Aspekte, aber mir fehlte ein genaueres Gefühl dafür, was eigentlich passiert ist. Was war der entscheidende Auslöser? Wie haben sich die verschiedenen Ereignisse zu dieser Katastrophe entwickelt? Wie genau kam es dazu, dass die bekannte Welt nicht mehr funktioniert?
Noch mehr gefehlt hat mir allerdings der Blick nach vorne. Mich hätte sehr interessiert, wie Menschen tatsächlich anfangen, eine neue Gesellschaft aufzubauen. Wie werden Entscheidungen getroffen? Wie organisiert man Versorgung, Arbeit und Zusammenleben? Was passiert mit dem Wissen aus der alten Welt? Und wie entwickelt sich aus einer kleinen Gruppe irgendwann wieder eine Gemeinschaft, die dauerhaft funktionieren kann? Gerade weil der Roman mit dieser Ausgangssituation beginnt, hätte ich mir davon deutlich mehr gewünscht.
Stattdessen fand ich manche Entwicklungen innerhalb der Gruppe teilweise sehr dramatisch und auch recht klischeehaft. Besonders bei den Geschlechterrollen hatte ich öfter das Gefühl, dass die Figuren nicht über diese Klischees hinauskommen. Der gewalttätige, unberechenbare „Wilde“ und auf der anderen Seite die eher mütterlichen, emotionalen und weinerlichen Frauen waren mir in dieser Form zu stereotyp. Gerade in einer Geschichte, die sich so intensiv mit einem gesellschaftlichen Neuanfang beschäftigt, hätte ich mir bei den Figuren mehr Zwischentöne gewünscht.
Trotzdem würde ich nicht sagen, dass ich das Buch schlecht fand. Die Ausgangssituation ist spannend und einige Aspekte des Lebens in dieser neuen, sehr reduzierten Welt fand ich durchaus interessant. Nur hat sich bei mir während des Lesens immer stärker der Eindruck entwickelt, dass ich eigentlich ein anderes Buch lesen wollte als das, das die Autorin erzählt.
Für mich wäre es spannender gewesen, weniger tief in die einzelnen Schicksale einzutauchen und dafür mehr darüber zu erfahren, was mit der Welt als Ganzes passiert ist und vor allem, was aus ihr nach dem Zusammenbruch wieder entstehen kann. Deshalb bleibt bei mir am Ende vor allem das Gefühl zurück, dass in der Grundidee sehr viel Potenzial steckt, das mich persönlich aber nicht vollständig erreicht hat.