Nach dem Ende – aber wie geht es weiter?
Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Nach zahlreichen Katastrophen sind Städte unbewohnbar, die Infrastruktur zusammengebrochen und viele Familien und Gemeinschaften auseinandergerissen. Die Menschen müssen sich neu orientieren und herausfinden, wie ein Leben ohne die gewohnte Zivilisation überhaupt funktionieren kann. Dabei geht es um Zusammenhalt, das Überleben in und mit der Natur und natürlich auch um die weniger schönen Seiten des Menschen.
Die Ausgangslage fand ich wirklich spannend. Genau deshalb hatte ich mir von der Geschichte allerdings etwas anderes erhofft. Ich wollte stärker miterleben, wie aus dem Zusammenbruch etwas Neues entsteht: Wie organisieren sich Menschen? Welche Regeln und Gemeinschaften entwickeln sich? Wie sieht eine Gesellschaft aus, die praktisch wieder bei null anfangen muss?
Stattdessen konzentriert sich die Geschichte vor allem auf verschiedene Charaktere und deren persönliche Lebenswege. Es wird gezeigt, wie unterschiedliche Menschen mit dem großen Einschnitt umgehen und versuchen, ihr Leben neu zu sortieren. Das ist grundsätzlich interessant, war mir auf Dauer aber zu wenig. Mir fehlte der größere dystopische Blick auf diese neue Welt und darauf, wohin sich das Leben nach dem Zusammenbruch entwickeln könnte.
Sehr gut gefallen haben mir dagegen die vielen praktischen und kreativen Ideen rund ums Überleben. Was sich aus vorhandenen Materialien machen lässt, wie erfinderisch Menschen werden können, wenn ihnen plötzlich fast alles fehlt – diese Aspekte hatten für mich einen besonderen Reiz. Gerade dort wurde für mich greifbar, wie sehr sich der Alltag verändern könnte.
Schwieriger hatte ich es mit dem Schreibstil. Er ist bewusst eigenwillig und arbeitet unter anderem mit ungewöhnlichen Wiederholungen innerhalb eines Satzes. Auch Dialoge werden nicht klassisch durch Anführungszeichen kenntlich gemacht. Mit Letzterem hätte ich durchaus leben können, die häufigen Wiederholungen haben mich allerdings zunehmend gestört. Diese Art des Erzählens zieht sich durch das Buch und hat meinen Lesefluss immer wieder gebremst. Schade, denn die Grundidee bietet meiner Meinung nach viel Potenzial. Ich hätte gerne mehr darüber gelesen, wie aus den Trümmern tatsächlich etwas Neues entsteht und wie Menschen eine völlig andere Form des Zusammenlebens aufbauen. Die einzelnen Schicksale waren für mich dafür letztlich zu sehr im Vordergrund. Für mich bleiben deshalb interessante Gedanken und einige wirklich kreative Überlebensideen zurück, aber auch das Gefühl, dass die Geschichte nicht ganz das erzählt hat, was ich mir von ihrer Ausgangslage versprochen hatte.
Die Ausgangslage fand ich wirklich spannend. Genau deshalb hatte ich mir von der Geschichte allerdings etwas anderes erhofft. Ich wollte stärker miterleben, wie aus dem Zusammenbruch etwas Neues entsteht: Wie organisieren sich Menschen? Welche Regeln und Gemeinschaften entwickeln sich? Wie sieht eine Gesellschaft aus, die praktisch wieder bei null anfangen muss?
Stattdessen konzentriert sich die Geschichte vor allem auf verschiedene Charaktere und deren persönliche Lebenswege. Es wird gezeigt, wie unterschiedliche Menschen mit dem großen Einschnitt umgehen und versuchen, ihr Leben neu zu sortieren. Das ist grundsätzlich interessant, war mir auf Dauer aber zu wenig. Mir fehlte der größere dystopische Blick auf diese neue Welt und darauf, wohin sich das Leben nach dem Zusammenbruch entwickeln könnte.
Sehr gut gefallen haben mir dagegen die vielen praktischen und kreativen Ideen rund ums Überleben. Was sich aus vorhandenen Materialien machen lässt, wie erfinderisch Menschen werden können, wenn ihnen plötzlich fast alles fehlt – diese Aspekte hatten für mich einen besonderen Reiz. Gerade dort wurde für mich greifbar, wie sehr sich der Alltag verändern könnte.
Schwieriger hatte ich es mit dem Schreibstil. Er ist bewusst eigenwillig und arbeitet unter anderem mit ungewöhnlichen Wiederholungen innerhalb eines Satzes. Auch Dialoge werden nicht klassisch durch Anführungszeichen kenntlich gemacht. Mit Letzterem hätte ich durchaus leben können, die häufigen Wiederholungen haben mich allerdings zunehmend gestört. Diese Art des Erzählens zieht sich durch das Buch und hat meinen Lesefluss immer wieder gebremst. Schade, denn die Grundidee bietet meiner Meinung nach viel Potenzial. Ich hätte gerne mehr darüber gelesen, wie aus den Trümmern tatsächlich etwas Neues entsteht und wie Menschen eine völlig andere Form des Zusammenlebens aufbauen. Die einzelnen Schicksale waren für mich dafür letztlich zu sehr im Vordergrund. Für mich bleiben deshalb interessante Gedanken und einige wirklich kreative Überlebensideen zurück, aber auch das Gefühl, dass die Geschichte nicht ganz das erzählt hat, was ich mir von ihrer Ausgangslage versprochen hatte.