Zu distanziert geschrieben, ohne roten Faden erzählt

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wanderer.of.words Avatar

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Nach einer nicht näher beschriebenen Katastrophe ist die Infrastruktur zerstört und die Menschen leben unter einfachsten Bedingungen: kein Strom, keine Wasserversorgung. Die Städte sind verlassen, während sich auf dem Land nach und nach neue Gemeinschaften gebildet haben. Genau hier beginnt die Autorin ihre Geschichte. Ich fand den Einstieg noch ziemlich vielversprechend, deshalb hatte ich mich nach der Leseprobe für das Buch entschieden. Hätte ich doch einfach noch weitergelesen … Denn leider hat mich die Story von Kapitel zu Kapitel immer weniger erreicht.

Es gibt viele wechselnde Perspektiven und dazu eine ganze Reihe von Protagonisten, aber nur wenigen davon kommt man wirklich näher. Die Erzählung bleibt immer kühl und sehr distanziert, so dass selbst bei dramatischen Ereignissen bei mir kaum Emotionen erzeugt wurden.

Auch Inhalte die der Klappentext verspricht habe ich vermisst. Ich hatte einen Roman erwartet, der das Leben und Überleben der Menschen in dieser neuen Welt und den Aufbau einer neuen Zivilisation beschreibt. Dich darum geht es nur ganz am Rande. Stattdessen liegt der Fokus auf Erinnerungen, Beziehungen und Eindrücken der Protagonisten.

Zudem wird die Geschichte für meinen Geschmack zu wenig zusammenhängend erzählt. Es gibt viele einzelne Bruchstücke, zwischen denen ich immer wieder auf der Suche nach dem roten Faden war. Ein richtiger Lesesog wollte sich dadurch bei mir überhaupt nicht einstellen. Dazu kommt, dass das gesamte Buch ohne wörtliche Rede auskommt. Davon bin ich ohnehin kein großer Fan, hier fand ich es an Stellen wo viel gesprochen wird sehr anstrengend zu lesen.

Fazit
Vielleicht ist das einfach eine Art von Literatur, mit der ich nicht viel anfangen kann. Mir fehlte eine Story, die mich packt, Figuren mit denen ich mitfiebern kann und vor allem ein roter Faden.