Verheißungsvoll
Dieser Auftakt hat mich mit seiner eigenwilligen, meditativen Erzählweise überrascht. Die Ich-Erzählerin beobachtet ihre Umgebung, den Wind, den See, die Vögel, mit einer Genauigkeit, die zunächst fast beiläufig wirkt, sich aber schnell als tragendes Prinzip des ganzen Textes entpuppt. Diese ehemalige Tagebaulandschaft mit ihren künstlichen Hügeln, dem Kraftwerk und den rosa gesprühten Schafen ist ein ungewöhnlicher, sehr gegenwärtiger Schauplatz, der mich sofort neugierig gemacht hat.
Besonders die Verwebung mehrerer Handlungsstränge, die Kunstinstallation aus Biopolymer, die sich nach fünftausend Jahren simulierten Verfalls auflösen soll, der KI-Hund Robyn als Ersatzgefährte, der besprühte Baumhaus-Vorfall, hat mich beeindruckt, weil sie thematisch alle um Vergänglichkeit, Kontrollverlust und die Frage kreisen, was von uns bleibt. Die Szene mit dem zerbrochenen Tamagotchi und der Erinnerung daran, wie unbegreiflich sinnlos und doch anziehend dieser kleine digitale Tod war, hat eine leise Komik, die gut zum grüblerischen Grundton passt.
Was mich zurückhält, ist der bislang sehr assoziative, fragmentarische Aufbau, vieles wird angerissen, wenig wird zu Ende erzählt, sodass ich nach diesen Seiten noch nicht genau weiß, worauf die Geschichte hinausläuft. Aber gerade diese Offenheit, verbunden mit der genauen, unaufgeregten Sprache, macht neugierig, wie sich die Erzählerin in dieser Halle am See weiterentwickelt und was es mit dem Titel "Die Landschaft in fünftausend Jahren" am Ende auf sich haben wird.
Besonders die Verwebung mehrerer Handlungsstränge, die Kunstinstallation aus Biopolymer, die sich nach fünftausend Jahren simulierten Verfalls auflösen soll, der KI-Hund Robyn als Ersatzgefährte, der besprühte Baumhaus-Vorfall, hat mich beeindruckt, weil sie thematisch alle um Vergänglichkeit, Kontrollverlust und die Frage kreisen, was von uns bleibt. Die Szene mit dem zerbrochenen Tamagotchi und der Erinnerung daran, wie unbegreiflich sinnlos und doch anziehend dieser kleine digitale Tod war, hat eine leise Komik, die gut zum grüblerischen Grundton passt.
Was mich zurückhält, ist der bislang sehr assoziative, fragmentarische Aufbau, vieles wird angerissen, wenig wird zu Ende erzählt, sodass ich nach diesen Seiten noch nicht genau weiß, worauf die Geschichte hinausläuft. Aber gerade diese Offenheit, verbunden mit der genauen, unaufgeregten Sprache, macht neugierig, wie sich die Erzählerin in dieser Halle am See weiterentwickelt und was es mit dem Titel "Die Landschaft in fünftausend Jahren" am Ende auf sich haben wird.