Zwischen Rückzug, Natur und der Sehnsucht nach Nähe

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uml801 Avatar

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„Nach der Sonne schauen“ von Martina Hefter ist für mich kein Buch, das man einfach schnell wegliest und danach wieder vergisst. Es ist eher eine Geschichte, bei der man sich Zeit lassen muss und die vor allem durch ihre Gedanken und ihre besondere Atmosphäre wirkt.

Im Mittelpunkt steht Iona Bartschok, eine Installationskünstlerin, die sich für einen Sommer in eine umgebaute Industriehalle im Leipziger Umland zurückzieht. Eigentlich möchte sie dort an ihrem neuen Kunstprojekt arbeiten und Abstand von allem gewinnen. Vor allem beschäftigt sie noch die Beschädigung eines ihrer Kunstwerke, die sie stärker getroffen hat, als sie zunächst zugeben möchte. Die Landschaft, in der sie lebt, ist dabei fast selbst eine Figur: ehemalige Tagebauflächen, Wasser, Wind, Tiere und eine Natur, die gleichzeitig wunderschön und ziemlich bedrohlich wirken kann.