Zwischen Zukunft und Vergänglichkeit

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kat-yes Avatar

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Bis jetzt wirkt dieser Roman auf mich nicht wie eine klassische Handlungsgeschichte, sondern eher wie eine stille, sehr genaue Beobachtung von Gegenwart und Zukunft. Themen wie Klimawandel, Vergänglichkeit, Kunst, Einsamkeit, Technik und die Frage danach, was eigentlich „lebendig“ ist, greifen ineinander. Hinzu kommt aus meiner Sicht eine nachdenkliche Erzählerin, deren Gedanken oft zwischen Melancholie, Ironie und philosophischer Neugier wechseln. Und Robyn finde ich ehrlich gesagt ziemlich spannend. Da steckt vermutlich noch einiges drin. Ein KI-Hund, den man eigentlich nicht ernst nehmen will und dem man dann doch nachtrauert. Das hat schon was.

Das Cover gefällt mir auf den ersten Blick auch sehr gut. Es wirkt eigenwillig, lebendig und ein wenig rätselhaft. Der springende Hirsch mit dem fast märchenhaften Geweih bildet einen Kontrast zur Landschaft und macht sofort neugierig auf die Bedeutung dahinter. Auch der Titel „Nach der Sonne schauen“ gefällt mir. Er klingt poetisch, hoffnungsvoll und zugleich etwas melancholisch. Zusammen vermitteln Titel und Gestaltung für mich genau diese Mischung aus Natur, Vergänglichkeit und leiser Irritation, die auch in der Leseprobe spürbar ist. Kurzum, ich bin sehr neugierig auf diesen Roman.