Der Titel ist Programm
An der Sprache liegt es nicht, dass der Roman meinem Empfinden nach scheitert. Die Autorin schreibt flüssig und lesbar, nirgends wird man aus dem Text getragen - nur weckte das, was sie erzählt, so gar nicht mein Interesse. Eine Performancekünstlerin widmet sich einem neuen Projekt, zieht sich dazu aus der Welt zurück in eine Werkstatt, die in einer Industriebrache steht. Die Erzählerin sieht sich um, eine Hündin läuft ihr zu, die Himbeeren hinter der Behausung werden reif. Sie erinnert sich an eine Kindheit im Gebirge und einen Künstlerkollegen, der mutwillig ihre Kunst beschädigt hat. Was daran ist es wert, erzählt zu werden? Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, warum das alles zu Papier gebracht wurde, aber mir war es jedenfalls zu wenig. Der Charakter der Hauptfigur sprach mich nicht sonderlich an, ihre Erlebnisse erschienen mir durchschnittlicher Natur. Nicht schlecht beschrieben - aber leider Gottes doch recht langweilig.