Ein Künstlerleben

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Ein ehemaliges Tagebaugebiet in der Nähe von Leipzig. In einem stillgelegten Umspannwerk, einem Industriebau aus den 1960er Jahren, bezieht die Installationskünstlerin Iona Bartschok für die nächsten Monate einen
200 Quadratmeter großen Raum, den sie von Franz, einem Architekten, gemietet hat.
Dort möchte sie ein maßstabsgetreues Kunstwerk erstellen. Eine Landschaft, wie sie in 5000 Jahren aussehen könnte - ohne Häuser, Menschen, Autos, Tiere.
Unter anderem muss sie einen Tiefschlag verarbeiten, verursacht von einem Mann, der ebenfalls Künstler ist. Er hatte vor ein paar Tagen ein 25jähriges, von ihr erschaffenes Objekt mit Farbe besprüht.
Nun möchte sie einfach in einer anderen Umgebung zur Ruhe kommen, neue Perspektiven und neue Energie für ihr weiteres Schaffen gewinnen. Doch so einfach, wie sie es sich vorstellt, wird es nicht werden. Extreme Wetterlagen, Besuch einer Nichte von Franz und ein Hund werden sie aus ihrem Konzept bringen.

Martina Hefter beschreibt in einem ruhigen, sanften, manchmal auch traurigen Ton das Leben von Iona Bartschok. Der Roman pendelt zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her.