Ein Roman, der mich unerwartet gepackt hat
Nachdem Martina Hefter mit ihrem vorherigen Roman den Deutschen Buchpreis gewonnen hatte, war ich natürlich gespannt auf ihr nächstes Werk. Bei „Nach der Sonne schauen“ wusste ich allerdings zunächst nicht so recht, was ich davon halten sollte. Und trotzdem: Ich habe das Buch tatsächlich in einem Rutsch gelesen.
Dabei passiert in diesem Roman zugegebenermaßen gar nicht besonders viel. Im Mittelpunkt steht die Installationskünstlerin Iona, die sich für den Sommer in eine ehemalige Tagebaulandschaft im Leipziger Umland zurückzieht. In einer riesigen, umgebauten Industriehalle möchte sie Abstand gewinnen und an einem neuen Kunstprojekt arbeiten. Gesellschaft leistet ihr zunächst nur ein KI-Hund namens Robyn, den ihr Vermieter an einer Wand installiert hat. Dann läuft ihr allerdings Bella zu, eine echte Hündin, die sich nicht mehr von ihrer Seite trennen möchte. Und schließlich taucht auch noch Nova auf – die eigenwillige Nichte des Vermieters. So dringt nach und nach das Leben in Ionas abgeschottete Welt ein.
Gerade die beiden Hunde haben mir dabei richtig gut gefallen. Die Idee eines KI-Hundes wie Robyn fand ich großartig und gleichzeitig irgendwie skurril. Aber auch Bella habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Weniger anfangen konnte ich dagegen mit all den künstlerischen Überlegungen, die Iona beschäftigen. Für mich war es stellenweise einfach etwas zu viel „Kunst“. Und trotzdem hat mich der Roman auf eine Weise fasziniert, die ich gar nicht so richtig erklären kann. Vielleicht liegt es tatsächlich an dieser ganz besonderen Grundidee: irgendwo abgelegen in einer riesigen Halle zu wohnen, von der Außenwelt weitgehend abgeschottet zu sein und einfach seiner Kreativität freien Lauf lassen zu können. In dieser Vorstellung steckt für mich etwas unglaublich Faszinierendes.
„Nach der Sonne schauen“ ist definitiv kein Roman, bei dem ständig große Dinge passieren. Vieles ist ruhig, beobachtend und manchmal auch etwas eigenwillig. Aber gerade diese Atmosphäre hatte für mich ihren Reiz. Und obwohl ich an einigen Stellen nicht ganz so viel mit Ionas künstlerischen Gedanken anfangen konnte, hat mich das Buch letztlich so sehr gepackt, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte.
4 Sterne für einen ungewöhnlichen Roman, der mich mehr in seinen Bann gezogen hat, als ich erwartet hätte.
Dabei passiert in diesem Roman zugegebenermaßen gar nicht besonders viel. Im Mittelpunkt steht die Installationskünstlerin Iona, die sich für den Sommer in eine ehemalige Tagebaulandschaft im Leipziger Umland zurückzieht. In einer riesigen, umgebauten Industriehalle möchte sie Abstand gewinnen und an einem neuen Kunstprojekt arbeiten. Gesellschaft leistet ihr zunächst nur ein KI-Hund namens Robyn, den ihr Vermieter an einer Wand installiert hat. Dann läuft ihr allerdings Bella zu, eine echte Hündin, die sich nicht mehr von ihrer Seite trennen möchte. Und schließlich taucht auch noch Nova auf – die eigenwillige Nichte des Vermieters. So dringt nach und nach das Leben in Ionas abgeschottete Welt ein.
Gerade die beiden Hunde haben mir dabei richtig gut gefallen. Die Idee eines KI-Hundes wie Robyn fand ich großartig und gleichzeitig irgendwie skurril. Aber auch Bella habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Weniger anfangen konnte ich dagegen mit all den künstlerischen Überlegungen, die Iona beschäftigen. Für mich war es stellenweise einfach etwas zu viel „Kunst“. Und trotzdem hat mich der Roman auf eine Weise fasziniert, die ich gar nicht so richtig erklären kann. Vielleicht liegt es tatsächlich an dieser ganz besonderen Grundidee: irgendwo abgelegen in einer riesigen Halle zu wohnen, von der Außenwelt weitgehend abgeschottet zu sein und einfach seiner Kreativität freien Lauf lassen zu können. In dieser Vorstellung steckt für mich etwas unglaublich Faszinierendes.
„Nach der Sonne schauen“ ist definitiv kein Roman, bei dem ständig große Dinge passieren. Vieles ist ruhig, beobachtend und manchmal auch etwas eigenwillig. Aber gerade diese Atmosphäre hatte für mich ihren Reiz. Und obwohl ich an einigen Stellen nicht ganz so viel mit Ionas künstlerischen Gedanken anfangen konnte, hat mich das Buch letztlich so sehr gepackt, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte.
4 Sterne für einen ungewöhnlichen Roman, der mich mehr in seinen Bann gezogen hat, als ich erwartet hätte.